Vogelsammer zwitschert los – Eisernes Training der Unioner unterm Gamskogel in Tirol

Der Gamskogel gilt als Hausberg von Längenfeld. Er befindet sich im Sulztalkamm der Stubaier Alpen östlich von Längenfeld in Tirol. Seine Höhe beträgt 2813 m ü. A. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 4.0, Foto: Braveheart

Längenfeld, Österreich; Berlin, Deutschland (Weltexpress). Mittelstürmer Andreas Vogelsamer flog von Arminia Bielefeld in der „Alten Försterei“ bei den Unionern ein und zwitschert gleich ganz schön los. In den beiden Testspielen gegen Viktoria Berlin (5:2) und Dynamo Dresden (3:0) traf er zweimal gegen Viktoria und einmal gegen Dresden. Da schmunzelte Unions-Trainer Fischer zufrieden. Vielleicht entpuppt sich der 29-Jahre alte Bayer als willkommener Torjäger für die Eisernen.

Am Montag düsten die Eisernen erst einmal via Wien nach Längenfeld in Tirol. Natürlich freut sich Fischer als Schweizer auf das Trainingslager. Er fühlt sich ein bisschen wie zu Hause. Wenn er aus dem Hotelfenster guckt, schaut er auf den stattlich Gamskogel mit einer Höhe von 2813 m. Als Eidgenosse dürfte ihm ein solcher Ausblick nicht fremd sein, gerade deshalb freut sich Fischer auf das Trainingslager: „Man ist in einer schönen Gegend weg von zu Hause. Es ist gut einmal etwas anders zu sehen.“

Auf einen Holliday-Aufenthalt in den Bergen sollten sich die Eisernen lieber nicht einstellen, denn den Profis stehen harte Tage bevor, wie Fischer betont: „Die Belastungen werden hart sein, denn wir stehen vor einer schweren Saison.“ Wenn Längenfeld mit seinen 1179 Höhenmeter auch nicht ganz die Ansprüche an ein Höhentraining erfüllt, so können die Profis bei den Bergsprints ganz schön ins Schwitzen geraten. Andreas Vogelsammer wird das nicht ganz überraschen. Schließlich zog er sich als Rosenheimer die Fußballschuhe am Fuße der Chiemgauer Alpen an. Jetzt ist er in Berlin bei den „Flachland-Tirolern“ gelandet. Der 29-Jährige sagt auch warum: „In der zweiten Liga habe ich mehrmals in der Alten Försterei gespielt. Es war immer eine geile Stimmung, die will ich jetzt auch einmal als Unioner erleben.“

Auf dieses unverwechselbare Union-Fluidum steht auch Kapitän Christopher Trimmel, deshalb unterschrieb der Österreicher auch für ein weiteres Jahr bei den Köpenickern. Gestern stieß er auf kurzem Weg nach einem EM-Urlaub wieder zu den Eisernen.

Zunächst gilt es jedoch in alpiner Umgebung Kondition zu pauken und gleichzeitig eine gewisse Form nachzuweisen, wenn am 23. Juli in Kematen gegen Dynamo Minsk und am 24. Juli in Imst gegen den OGC Nizza in Testspielen zu bestehen gilt.