VfL Wolfsburg schlägt zweitbeste Auswärtsmannschaft und baut Vorsprung auf Platz drei aus

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Die Aufstellung der Mannschaften in Wolfsburg. © Foto: Winfried Laube, 2014

Vorbericht

Beim ersten flüchtigen Blick auf die Tabelle schien die Ausgangslage klar zu sein, als der Zweiplatzierte VfL Wolfsburg den Zehnten aus Köln in der Volkswagen Arena zum letzten Spiel des Jahres empfing. Doch die Wölfe waren gewarnt, denn der FC sammelte in der Fremde bereits dreizehn Punkte und nahm damit in der Auswärtstabelle den zweiten Rang ein, nur Bayern München war in der Fremde erfolgreicher.

Der Respekt seitens des Kölner Trainers Peter Stöger war vor dem Spiel riesengroß. Der österreichische Coach lobte „Die haben eine tolle Mannschaft zusammengestellt, und es ist beeindruckend, wie sie spielen. Deshalb: Großer Respekt und große Anerkennung meinerseits“, sagte er und hob einen Spieler der Wölfe besonders hervor: „Es wird schwer, Kevin de Bruyne aus dem Spiel zu nehmen. Er ist spielfreudig wie noch nie, treibt sich auf dem ganzen Platz herum. Wir müssen ihn im Kollektiv verteidigen.“

Spielverlauf

Laustark unterstützt von ihren jeweiligen Fanlagern (es waren ca. 3.000 Kölner angereist) war es von Beginn an ein offenes Spiel mit dem besseren Start für die Gäste, die in der elften Minute nach einem Eckball durch Maroh mit 1:0 in Führung gingen. Doch der Ausgleich ließ nur fünf Minuten auf sich warten, da fiel per Kopf durch Dost der Ausgleich für den VfL. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit viel Tempo, bei dem die Wölfe mehr Spielanteile und Ballkontakte hatten. Die Gäste störten den Spielaufbau der Niedersachsen schon früh, doch die Heimmannschaft fand immer wieder die nötigen Mittel um ihren Angriffsfussball zu zelebrieren.

Die Wolfsburger machten in der zweiten Halbzeit das Spiel, während die Kölner abwarteten und auf schnelle Konter setzten.
Um frischen Wind ins Spiel zu bekommen nahm Dieter Hecking  in der 59. Minute einen Doppelwechsel vor: Junior Malanda und Guilavogui gingen, Luiz Gustavo und Arnold kamen, wenige Minuten später kam noch Caligiuri für Perisic.
Geduld war auf Seiten der Wölfe angesagt – es entwickelte sich ein mühsames Spiel auf der Suche nach der Lücke in der Kölner Abwehr immer verbunden mit dem Gedanken nicht in einen Konter zu laufen. Die Torchancen für den Tabellenzweiten nahmen zu und sie wurden in der 78. Spielminute für ihr offensives Spiel belohnt. Naldo erzielte nach einem Eckball per Kopf das hochverdiente 2:1 für die Wölfe.

Nach dem Spiel

Es ist die erfolgreichste Hinrunde der Vereinsgeschichte für den VfL Wolfsburg und das neue Ziel wurde von Klaus Allofs direkt nach dem Spiel ausgegeben: "Jetzt zählt nur die Qualifikation zur Champions League."

Peter Stöger nach dem Spiel: "Ich bin mit der Vorstellung unserer Mannschaft sehr zufrieden. Wir waren nahe dran auch hier auswärts zu punkten."

Dieter Hecking nach dem Spiel: "Es war das erwartet schwere Spiel, uns hat die frische gefehlt. Köln hat defensiv gut gespielt. Es war harte Arbeit. Wir hatten heute den Willen, zu gewinnen. Ich bin froh, dass wir das Spiel gedreht haben."

Statistikschema:

Tore: 0:1 Maroh (11.), 1:1 Dost (16.), 2:1 Naldo (78.)
Gelbe Karten: -/-
Gelb/Rote Karten -/-
Rote Karten: – | –
Zuschauer: 26.824
Schiedsrichter: Peter Gagelmann

VfL Wolfsburg Startaufstellung: Benaglio – Jung, Naldo, Knoche, Rodriguez – Guilavogui, Junior Malanda – Vieirinha, Perisic – De Bruyne – Dost

1.FC Köln Startaufstellung: Horn – Olkowski, Maroh, Wimmer, Hector – Lehmann – Risse, Halfar, Gerhardt, Svento – Ujah

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