VfL Sindelfingen kassiert halbes Dutzend beim Heimfinale – 0:6-Niederlage gegen Leverkusen – Fünf VfL-Spielerinnen verabschiedet

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VfL Sindelfingen Mannschaft © VfL Sindelfingen
Trainerschelte und Trainerlob
„Ich habe heute bei meiner Mannschaft zwei verschiedene Gesichter gesehen. In den ersten Minuten hatten wir gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen und dann läuft so ein Spiel anders. Mit einem unverdienten 0:2 sind wir dann in die Pause gegangen und die Spielerinnen haben den Kopf hängengelassen. Mit dem zweiten Durchgang kann ich absolut nicht zufrieden sein. Die Mannschaft hat zu viele Fehler gemacht und ist leider noch zu inkonstant. Im letzten Bundesligaspiel in Duisburg wollen wir uns nochmal gut präsentieren und uns einigermaßen aus der Liga verabschieden“, kommentierte VfL-Coach Saban Uzun in der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Verabschiedung der Fünf
Bevor das Heimfinale allerdings angepfiffen wurde, gab es die obligatorische Verabschiedung der Spielerinnen, die den Verein am Ende einer enttäuschenden Saison verlassen. Dafür hatte der Abteilungsvorstand um Martina Schmid und Heike Hofmann für die Spielerinnen Blumen und Geschenke besorgt. Nach 31 Bundesliga-Spielen zieht es Julia Schneider (seit 2009 beim VfL) zum Erstliga-Aufsteiger SC Sand. Maximiliane Rall (2008) nimmt nach bestandenem Abitur eine Auszeit und wird sich aufs Reisen und den Beginn ihres Studiums konzentrieren. Ebenfalls dem Studium widmet sich in Zukunft Natalie Hezel, die seit 2009 das Trikot des VfL Sindelfingen trägt. Mannschaftskapitänin Simone Holder, die seit 2011 im Tor steht, kümmert sich zukünftig mehr um ihren Job und hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Dies gilt auch für Kristina Schnüll, die im Jahr 2010 zum Verein kam. Der Verein bedankt sich bei allen Spielerinnen für ihren Einsatz und wünscht für die Zukunft viel Erfolg.
Torreigen durch Leverkusen
Dass die Bayer-Elf nicht ins Floschenstadion gekommen ist, um den Spielerinnen, die es in die Ferne zieht, Spalier zu stehen, wurde bereits in der 15. Minute deutlich. Mit einem starken Antritt konnte sich Turid Knaak über die rechte Seite durchsetzen. Ihren Pass in den Rückraum verwertete Sharon Beck zur 1:0-Führung. Sindelfingen wurde zumeist dann gefährlich, wenn es mit einem langen Ball in die Spitze ging und Rall sich mit ihrer Dynamik auf den Weg zum Tor der Werks-Elf machte. Das war ganz zu Beginn de Spiels so (2.) und in der 29. Minute, doch der Abschluss von Rall war zu unpräzise und ging knapp links am Tor vorbei. Fast mit dem Pausenpfiff erhöhten die Leverkusenerinnen auf 2:0. Mit einer Glanzparade konnte Holder noch einen strammen Schuss abwehren, doch Ewers köpfte unbedrängt und freistehend ins leere Gehäuse.
Abschied von Simone Holder
Nach dem Wechsel passierte lange Zeit recht wenig. Leverkusen schnürte den VfL in der eigenen Hälfte ein und die Gastgeberinnen standen kompakt und verteidigten ihr Tor mit aller Macht. In der 67. Minute wurde das VfL-Bollwerk allerdings aufgebrochen. Im Abstand von fünf Minuten erzielte Bayer 04 Leverkusen drei weitere Treffer durch Carolin Simon per Fernschuss (67.), Francesca Weber im Nachschuss (69.) und Isabelle Linden per Kopf (72.). Das halbe Dutzend machte Lisa Schwab in der 81. Minute voll und traf zum 0:6. Sieben Minuten vor dem Abpfiff bekam dann Holder ihren großen Abgang, als sie für Schnüll ausgewechselt wurde. Das letzte Bundesligaspiel bestreitet der VfL am 8. Juni 2014 beim MSV Duisburg (14 Uhr).
So spielten sie im Sindelfinger Floschenstadion:
VfL Sindelfingen – Bayer 04 Leverkusen 0:6 (0:2)
VfL Sindelfingen: Holder (83. Schnüll) – Blöchl, Vorbeck, Schneider, Münz – Grimm, Hezel, Selensky, Wörner  – Schmid (63. Borowski), Rall – Trainerteam: Saban Uzun/Alexander Schick
Bayer 04 Leverkusen: Schmitz – Hendrich, Prießen, Ewers – Weber (72. Panfil), Hegering, Petzelberger (59. Claassen), Simon– Knaak, Linden, Beck (69. Schwab) – Trainer: Thomas Obliers
Tore: 0:1 Beck (15.), 0:2 Ewers (44.), 0:3 Simon (67.), 0:4 Weber (69.), 0:5 Linden (72), 0:6 Schwab (81.)
Schiedsrichterin Franziska Haider (Roth)
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karte: Grimm
Zuschauer: 130
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