Trommeln und Palavern für Elbflorenz – Serie: 7. Sachsen Pow Wow gab frische Reiseimpulse (Teil 1/2)

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Dresdens erfolgreiche Pow Wow-Macher: Stephan Trutschler und Dr. Bettina Bunge

Erste Tuchfühlung aufnehmen konten die rund 150 Reisefachleute und Medienvertreter aus acht Ländern, darunter USA und Brasilien und Tschechien, mit den touristischen Gastgebern aus Dresden, dem Umland und anderen sächsischen Regionen bereits zum Pow Wow-Eröffnungsabend in der Museumsgaststätte „Dresden 1900“ direkt gegenüber der Frauenkirche. Dieses originelle, bei Touristen beliebte Erlebnisrestaurant mit dem Ambiente zwischen Gründerzeit und Jugendstil erzählt in seinen thematisch gestalteten Räumen für bis zu 250 Personen von Dresden und seiner Verkehrsgeschichte. Blickfang ist ein Wagen aus der ältesten erhaltenen Straßenbahn der Elbestadt.

Am nächsten Tag traf man sich wieder auf dem Workshop im Maritim Internationalen Congress Center Dresden, wo etwa 60 Aussteller – Hotels, Kultureinrichtungen, Tourismusverbände, Incoming Reisebüros, Verkehrsbetriebe und andere – den internationalen Tourismusexperten an ihren Ständen bewährte und neue Reiseangebote präsentierten. Da waren die Dresdener Semperoper und das Gewandhaus zu Leipzig genauso vertreten wie die Hotels Elbresidenz Bad Schandau und Welcome Parkhotel Meissen oder die Städte Freiberg, Bautzen und Kamenz. Vorgeschmack auf eine Herberge der besonderen Art gab es am Messestand des vor der Eröffnung stehenden Privathotels „jailnight“ in Großenhain, das ab April seine Gäste mit dem Spruch „Willkommen hinter Schloß und Riegel“ empfängt. Ein alter Gefängnisbau wurde in ein modernes Hotel insbesondere für Schüler- und Jugendgruppen umgestaltet.

Auf einer Pressekonferenz informierten die Träger und Partner des 7. Sachsen Pow Wow über die aktuelle Situation des Fremdenverkehrs im Freistaat Sachsen. Stephan Trutschler, Geschäftsführer der veranstaltenden d.p.l. Destination Marketing GmbH: „Wir freuen uns, im ’verflixten’ siebten Jahr des Pow Wow dessen Erfolgsgeschichte fortschreiben und damit den Tourismus in Sachsen weiter voranbringen zu können.“

Unterstützung für den Pow Wow gab es in diesem Jahr von der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS); eng kooperiert wurde auch mit der Ende 2008 neu gegründeten Dresden Marketing Gesellschaft (DMG), deren Geschäftsführerin Dr. Bettina Bunge erklärte: „Durch die Finanzkrise hat sich im letzten Jahr das Reiseverhalten etwas abgeschwächt, war in Deutschland mit minus 0,3 Prozent rückläufig. Sachsen verzeichnete jedoch mit über 14,5 Millionen Übernachtungen einen Zuwachs von 0,1 Prozent, während Dresden sogar um 1,2 Prozent zulegen konnte.“ Damit das so bleibt, hält sie den Sachsen Pow Wow für eine „sehr gute Einrichtung“, gerade auch, weil er das attraktive Umland mit einbezieht. Es gebe also günstige Bedingungen, die Besucherzahlen auch in schwierigen Zeiten weiter zu steigern.

Frau Dr. Bunge nannte einige wichtige Fakten: Die sächsische Landesmetropole Dresden gehört nach wie vor zu den meistbesuchten Städten in Deutschland –bei Zuwächsen rangiert sie auf Platz 4. Die wichtigsten ausländischen Quellmärkte sind USA, Schweiz, Österreich und Holland. Aus Rußland kamen im letzten Jahr über 30 Prozent mehr Gäste. Die Kultur- und Kunstmetropole Dresden verfügt über 44 Museen, 36 Bühnen sowie 56 Galerien und Ausstellungsorte. Die bereits üppige Hotellandschaft wird 2010 um neun geplante Häuser erweitert, u. a. durch das Hotel Bülow-Palais in der Königstraße, das NH-Hotel Altmarkt, das British Hotel am Neumarkt. Damit entstehen weitere 1.600 Hotelbetten.

Unter dem Motto „Kommen Sie Kunst genießen!“ bereitet sich Dresden für 2010 auf ein wichtiges Kulturjahr vor. Highlights dabei sind z. B. die Eröffnung der „Türckischen Cammer“ im Residenzschloss (März), die Jubiläumsausstellung „Zukunft seit 1560 – 450 Jahre Staatliche Kunstsammlungen Dresden“ im Japanischen Palais (April bis Oktober), das 40. Internationale Dixieland Festival (Mai), die Wiedereröffnung des berühmten Kunstmuseums Albertinums an der Brühlschen Terrasse (Juni), Dresdner Schlössernacht an den drei Elbschlössern (Juli), die Ausstellung zu 300 Jahre Dresdner Zwinger (ab September). Der Dresdner Striezelmarkt, der älteste und einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands, läuft vom 25. November bis 24. Dezember am Altmarkt.

Auch 2011 wird Dresden-Besuchern wieder viel geboten. So findet Anfang Juni in der Innenstadt der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag mit zahlreichen Veranstaltungen statt. Vom 26. Juni bis 17. Juli kommen die besten Fußballerinnen (und viele Zuschauer) zur FIFA Frauenweltmeisterschaft nach Dresden. Und im 2. Halbjahr wird das Militärhistorische Museum der Bundeswehr wiedereröffnet.

Angereichert wurde der Sachsen Pow Wow auch diesmal wieder von Besichtigungen und Führungen in Dresden selbst, aber auch von informativen, erlebnisreichen Ausflügen in die nähere Umgebung: so in das Sächsische Elbland, in die Sächsische Schweiz und erstmals in die Städte Freital, Dippoldiswalde und Glashütte auf einer Tour mit Schmalspurbahn und Bus zum Thema „Sachsens Industriegeschichte um 1900“. Davon mehr in einem 2. Teil dieses Artikels.

Infos:

d.p.l. Destination Marketing GmbH, Münzgasse 10, D-01067 Dresden; Tel. 0351-8212 64-0; Fax 0351-821264-44; E-Mail: info@sachsen-powwow.de; www.sachsen-powwow.de

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