Tote an der Ebola- und Rebellenfront sowie Wahlbetrug im Kongo

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Unterwegs auf dem Kongo. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nicht nur im Kongo wird heftig über die Wahlen gestritten. Bereits der Präsidentschaftswahlkampf verlief chaotisch.

Relativ klar war nach Tagen der Auszählung, dass Emmanuel Shadary als Wunschkandidat des scheidenden Präsidenten Joseph Kabila die Wahl verlor.

Dann erklärte die Wahlkommission vergangene Woche überraschend Félix Tshisekedi von der stärksten Oppositionspartei zum Sieger des Rennens um das Präsidentenamt. Der favorisierten Oppositionskandidaten Martin Fayulu, ein Unternehmen, hinter dem auch die im Kongo einflussreiche katholische Kirche steckt, unterlag.

Wie das „ZDF“ (18.1.2019) heute mitteilt, äußert „die Afrikanische Union (AU) ernsthafte Zweifel am Ergebnis der Präsidentenwahl im Kongo… Sie forderte die Behörden in Kinshasa entsprechend auf, die offizielle Bekanntgabe des Endergebnisses auszusetzen, teilte die AU nach einer Sondersitzung in Addis Abeba mit.“

In „Spiegel-Online“ (15.1.2019) wurde mitgeteilt, dass „internationale Medien … bisher geheime Daten zur Präsidentschaftswahl im Kongo analysiert“ hätten. „Ihr Ergebnis: Der unterlegene Martin Fayulu bekam 60 Prozent der Stimmen – der Gewinner Félix Tshisekedi gerade 20 Prozent.“ Ferner wird darauf hingewiesen, dass die katholische Kirche „rund 40 000 Beobachter im Einsatz“ hatte und die „Financial Times“ mit den Worten „Die Analyse deutet auf riesigen Betrug hin“ zitiert.

Derweil sind „im Ost-Kongo … mehr als 400 Menschen an einer Infektion mit dem hochgefährlichen Ebola-Virus gestorben“, wie „RT Deutsch“ (16.1.2019) mitteilt. Weiter wird darüber informiert, dass „in der Provinz Nord-Kivu rund um die Großstadt Beni bereits 658 Menschen an dem hämorrhagischen Fieber erkrankt“ seien.

In „Neue Zürcher Zeitung“ (18.1.2019) wird darauf hingewiesen, dass es im rohstoffreichen Osten des Kongos auch Tote nach Gefechten gegeben habe. „Mindestens 17 Personen wurden getötet, ausserdem wurden mehrere Personen verletzt. Etliche Zivilisten seien vor den Kämpfen am Mittwoch geflohen. Die Lage habe sich inzwischen wieder beruhigt, sagte Seremba. Die kongolesischen Streitkräfte bestätigten den Vorfall, machten aber zunächst keine Angaben zu der Zahl der Toten. Das Militär werde sich zeitnah zu den Kämpfen äussern, sagte Sprecher Dieudonné Kasereka.“

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