Suzuki Splash: Eine agile Kiste

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© Suzuki

Der im ungarischen Esztergom als „Zwilling“ des Opel Agila gebaute Kleinwagen bekam eine markantere Frontpartie verpasst: Der Kühlergrill läuft nach unten spitzer zu, seine Wabenstruktur wurde verändert. Die Einfassungen für die Nebelscheinwerfer sind nun ein wenig nach oben gezogen, was dem Splash ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein paar Retuschen finden sich auch am Heck des knapp 3,78 Meter langen Fünftürers. Hier gibt es jetzt einen angedeuteten Diffusor und im Stoßfänger zwei kleine Luftaustrittslöcher.

Die Überarbeitungen im Innenraum sind sogar noch geringer und betreffen eine schwarze Umrandung der Mittelkonsole und eine neue Polsterung der Sitze. Unverändert geblieben ist dagegen die Linienführung des vanartigen Kleinwagens. Die hohe Sitzposition und die damit verbundene gute Rundumsicht sowie der erhöht angebrachte Schaltknauf hätten den Splash besonders bei der Generation „50 plus“ beliebt gemacht, so die Angaben von Suzuki-Sprecher Jörg Machalitzky.

Bewährt habe sich auch die Motorenpalette, so dass der japanische Hersteller keinen Anlass zu Veränderungen sah. Erstaunlich temperamentvoll und drehfreudig, wenn auch mit typisch markigem Klang zeigte sich bei unseren Testfahrten knapp 1,0 Liter große Dreizylinder mit seinen 68 PS/50 kW (EG-Normverbrauch: 4,7 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 109 g/km). Der Motor ist aus Suzukis Kleinstwagen Alto bekannt, dort verfügt er aber anders als im Splash nicht über eine variable Ventilsteuerung.

Kraftvoller und auch kultivierter geht der 1,2-Liter-Vierzylinder mit 94 PS/69 kW (5,1 Liter Super; 118 g/km CO2) zu Werke, der aus dem Swift stammt. Einen Diesel, der bis vor etwa zwei Jahren für den Splash noch im Programm war, wird es auch im jetzt überarbeiteten Modell nicht geben. Die Nachfrage nach Selbstzündern ist in diesem Fahrzeugsegment wegen der höheren Anschaffungskosten einfach zu gering.

Beim Preis gibt es eine frohe Kunde für die Käufer des Splash: Der Einstieg blieb mit 9.990 Euro für den Splash mit 1,0-Liter-Motor in der Ausstattungslinie Basic unverändert. Dabei sind zwar ein Antiblockiersystem (ABS), Isofix-Kindersitzbefestigung und Fahrer- und Beifahrerairbag an Bord, nicht aber ein Schleuderverhinderer (ESP). Der und auch Vorhangairbags vorn und hinten gibt es erst in der höherwertigeren Ausstattungslinie Club, für die 11.990 Euro berappt werden müssen, also 2.000 Euro mehr als für die Basisversion. Dann stehen aber auch Klimaanlage, Lederlenkrad, Sitzheizung vorn, Drehzahlmesser, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel sowie eine Radioanlage mit CD-Spieler serienmäßig bereit.

Der Suzuki Splash mit dem 1,2-Liter-Triebwerk ist nur in der Club-Variante erhältlich, dann kostet er noch einmal 800 Euro mehr, insgesamt 12.790 Euro. Wer statt des serienmäßigen Fünfgangschaltgetriebes eine automatische Fahrstufensortierung bevorzugt, muss noch einmal 1.300 Euro zusätzlich einplanen.

Im Detail: Suzuki Splash 1.0 Basic

Fahrzeugklasse: vanartiger Kleinwagen/Mikrovan; Motor: Dreizylinder-Benziner mit 12 Ventilen; Hubraum: 996 ccm; Leistung: 68 PS/50 kW bei 6.000 U/min.; Maximales Drehmoment: 90 Nm bei 4.800 U/min.; Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 14,7 sec., Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h; Kraftstoffart: Super; EG-Normverbrauch: innerstädtisch: 5,6 Liter/100 km, außerstädtisch: 4,2 Liter/100 km; insgesamt: 4,7 Liter/100 km; CO2-Emission: 109 g/km; Abgasnorm: Euro 5; Effizienzklasse: C; Tankinhalt: 45 Liter; Theoretische Reichweite: 957 km; Übersetzung: Fünfgangschaltgetriebe; Antrieb: Vorderradantrieb; Maße (Länge/Breite/Höhe): 3.775 mm/1.680 mm/
1.590 mm; Kofferraum: 178 bis 1.050 Liter; Radstand: 2.360 mm; Leergewicht: 1.050 kg; Nutzlast: 435 kg; Zulässiges Gesamtgewicht: 1.485 kg; Anhängelast gebremst/ungebremst: für Anhängerbetrieb nicht zugelassen; Wendekreis: 9,4 m; Bremsen vorn/hinten: Scheiben innenbelüftet/Trommel; Räder: 5,5 J x 15 Stahl; Bereifung: 185/60 R 15; Versicherungstypenklassen: Haftpflicht: 15/Teilkasko:15/Vollkasko:16; Preis: 9.990 Euro.

kb

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