Super Jahresabschluss für Martina Moser – Sieg der Schweiz über Dänemark – Dickenmann, Wälti, Bachmann und Maritz mit ihren Vereinen im CL-Achtelfinale

0
331
Martina Moser © Foto: Max Grün

Makellos

In der Qualifikationsgruppe 3 setzte sich die Schweiz auch im dritten Spiel durch und besiegte Dänemark mit 1:0. „Ich freue mich sehr“, sagte Hoffenheims Eidgenossin Mittelfeldspielerin Martina Moser zum Sieg über die Däninnen, die zuvor als stärkster Gruppengegner ausgemacht worden waren. Moser stand gegen Dänemark in der Startelf und wurde in der 78. Minute ausgewechselt: „Es ist schön, dass ich von Anfang an gespielt habe“, freute sich die 27-Jährige: „Jetzt stehen wir mit makelloser Bilanz auf Platz 1 in unserer Qualifikationsgruppe.“

Siegesserie ausgebaut

Durch den Erfolg beim härtesten Konkurrenten um den Gruppensieg hat die Schweiz ihre Siegesserie in der WM-Qualifikation weiter ausgebaut. Nach drei Spielen hat das Team von Martina Voss-Tecklenburg eine Tordifferenz von 12:0 aufzuweisen. In der Anfangsphase der Partie machte der EM-Halbfinalist den Schweizerinnen das Leben schwer. Die Schweiz liess Dänemark in der eigenen Hälfte zu viel Raum, ging dann aber mit der ersten guten Aktion selbst in Führung. Ramona Bachmann versenkte den Ball nach einer schönen Mittelfeld-Stafette unten links zum 1:0. "Das Tor hat uns Sicherheit gegeben", erklärte Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg. "Nach der Pause haben wir die Räume besser zugemacht. Dänemark hat zwar ständig gedrückt, wirklich gefährliche Torchancen hatten sie aber kaum."

Phasenweise unter Druck

"Unsere zweikampfstarke Innenverteidigung war mitentscheidend für den Erfolg." Bachmann hatte in der Schlussphase der Partie sogar noch das 2:0 auf dem Fuss, es blieb jedoch beim knappsten aller Siege für die Schweiz. Im Vergleich zu den beiden Spielen zuvor war die Schweiz in Dänemark nicht immer das bessere Team. Die Schweizerinnen waren nicht spielbestimmend, sondern standen teilweise unter großem Druck. Deshalb bemerkte Trainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Wir haben gezeigt, dass wir ein solches Spiel, in dem wir phasenweise stark unter Druck stehen, trotzdem gewinnen können."

Ausgangslage hervorragend

Nach dem 1:0  Erfolg über den Gruppenfavoriten sprach  die Nationaltrainerin von einem wichtigen Lernprozess und lobt die mentale Reife ihres Teams.:  "Es war ein sehr wichtiger Schritt und gleichzeitig ein bedeutsamer Lernprozess. Denn wir haben gezeigt, dass wir ein solches Spiel, in dem wir phasenweise stark unter Druck stehen und nicht unbedingt das bessere Team sind, trotzdem gewinnen können." Mit Island und Dänemark besiegte die Schweiz die härtesten Konkurrenten um Platz 1 auswärts besiegt. Die Ausgangslage mit 9 Punkten aus drei Spielen ist hervorragend. Es bleiben noch sieben Spiele. Die Schützlinge von Martina Voss-Tecklenburg nahmen ihre Aufgaben auf dem Platz sehr bewusst wahr. Jede Spielerin wußte, was sie zu tun hatte, was sich sehr positiv auf das Spiel auswirkte.

Reifer geworden

Martina Voss-Tecklenburg:  "Mental sind wir viel reifer geworden. Wir glauben an unsere Stärken und suchen verstärkt 1-gegen-1-Situationen. Darüber hinaus schätzen wir unsere eigene Spielsituation mittlerweile sehr gut ein. Es geht nicht immer darum, zu brillieren und sich spielerisch zu befreien. Wie gestern gegen Dänemark sind auch mal andere Tugenden und lange Bälle gefragt. Im Übrigen ist der Heimvorteil im Frauenfussball nicht so hoch zu bewerten wie bei den Männern. Auch das Spiel in Serbien wird kein Selbstläufer, Dänemark und Island haben sich dort beide sehr schwer getan."

Wochenende auf dem Platz

Vier Spielerinnen der Schweizer Nationalmannschaft werden am Wochenende sich in den beiden Spitzenbegegnungen LdB FC Malmö vs VfL Wolfsburg am Samstag und 1.FFC Turbine Potsdam vs Olympique Lyon am Sonntag jeweils mit ihren Klubmannschaften gegenüber stehen. Im Malmöer Stadion wird die Wolfsburger Veteidigerin Noelle Maritz versuchen die Stürmerin Ramona Bachmann in Schach zu halten. im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion erwartet das Potsdamer Mittelfeldass Lia Wälti die technisch perfekt aufspielende Stürmerin Lara Dickenmann vom Eliteverein aus Lyon.
In der WM-Qualifikation geht es für die Schweizer Nationalmannschaft erst im kommenden Jahr weiter. Am 12. Februar 2014 treffen die Schweizerinnen auf Israel.Der nächste Gegner der Schweiz heisst Israel (12.02.2014), eine der grossen Unbekannten in dieser Gruppe.

Anzeige