Studieren „an jeder Milchkanne“ und zwar „mit Schwung“

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Kaffee und Laptop.
Kaffee und Laptop. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Geht es nach Dr. Anna Christmann, B90/Die-Grünen-Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik, und Kai Gehring, B90/Die-Grünen-Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule, sollten sich Studenten auf ein „digitales Sommersemester“ freuen und an der „Milchkanne“ bleiben.

Christmann und Gehring sehen Corona als Chance, „der Digitalisierung einen Schub zu geben. Statt „Nicht-Semester“ oder „Null-Semester“ auszurufen, sollten Hochschulen, Länder und Bund gemeinsam mit Schwung ein digitales Sommersemester ermöglichen.“ Das und noch mehr steht in einer B90/Die-Grünen-Pressemitteilung vom 2.4.2020.

Diese B90/Grüne fordern „Das Studium muss an jeder Milchkanne möglich sein.“

Kenner und Kritiker halten dem entgegen, dass erstens die Milchkannen nicht reichen würden und zweitens Bibliotheken völlig ausreichend seien. In vielen Bibliotheken ist auch noch Platz. Sollten auf Papier gedruckte Bücher nicht ausreichend zur Verfügung stehen, dann raten wir vom WELTEXPRESS dazu, auf E-Bücher umzustellen, aber nicht auf Milchkannen.

Warum sollen „Hochschulen … zügig in größere Serverkapazitäten, Laptops und Softwareprogramme investieren können“ müssen? Jeder Student in der BRD besitzt einen Laptop, die meisten nennen ihren Laptop sogar ihr Eigentum. Das reicht.

Christmann und Gehring fordern zudem „bei der Digitalisierung der Hochschulen eine stärkere Koordinierung durch das Bundesbildungsministerium, damit nicht jedes Land alleine z.B. den Erwerb von Softwarelizenzen managen muss“. Das Gegenteil sollte der Fall sein. Bildung muss Ländersache bleiben. Eine EU-weite Angleichung im Bildungsbereich ist nicht anderes als Gleichmacherei und führt zum Runterziehen der hohen Schule der Bildung auf eine banales Niveau.

Dass der Bund unterstützen“ solle bei „rechtlichen Fragen im Bereich Datenschutz und Urheberrecht“, das ist jedoch eine richtige Forderung, denn in manchen Bundesländern hinken die Regierungen im Wettbewerb hinterher, weit hinterher.

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