Stroh-Feuer oder Mehr Stroh im Glas als im Kopf – und das ist auch gut so

Eine Flasche Stroh-Fire-Limited-Edition. © 2016 Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nicht nur bei den Bauern in Brandenburg, auch in Berlin liegt die Vermutung nahe, dass mancher Bürger mehr Stroh im Kopf als im Glas hat. Das ist schlecht so und das wird wie es ausschaut für die Leute in Stadt und Land nicht besser.

Damit künftig auch in Deutschland mehr Stroh im Glas als im Kopf ist, schenkt Österreich uns eine volle Flasche, eine gute Flasche Stroh. Und das Gute hat Geschicht. „1832, als Sebastian Stroh 1832 in St. Paul im Kärntner Lavanttal seine ersten Schnäpse brannte, legte er den Grundstein für eine einzigartige österreichische Erfolgsgeschichte“, lesen wir in einer Pressemitteilung aus dem Hause Stroh und noch viel mehr: „Seit mehr als 180 Jahren überzeugen die Spirituosen aus dem Hause Stroh durch ihren authentischen und aromatischen Geschmack. Heute sei der Stroh-Inländer-Rum „eine international bekannte Spirituosen-Spezialität, die ihren fixen Platz in den Küchen und Bars in mehr als 40 Ländern gefunden“ habe.

Nach wie vor werde Stroh in Österreich – genauer: in Klagenfurt am Wörthersee – gebrannt und zwar „nach geheimer Rezeptur der Familie Stroh“. Aus dem 19. Jahrhundert ist auch eine weitere Rezeptur, die, gebrannt und abgefüllt, als Stroh-Fire-Limited-Edition ab Oktober 2016 in deutschen Landen nördlich der Alpen in den Laden und auf den Tisch kommt.

Die Novität im Regal ist im Grunde ein Chili-Likör, weswegen eine rote Schote auf dem Etikett zu sehen ist, das auf einer markanten wie „minimalistisch“ wirkenden 0,7-Liter-Flasche klebt. Der Likör mit 20 Prozent Vollalkohol duftet nach Orangenaroma, Zitronenschalen sowie Zimt und Nelken und keine Frage: auch nach Chili. Er schmeckt würzig bis feurige, ist aber nicht zu chili-scharf. Die Zunge meldet ans Großhirn zudem Fruchtiges und schwarzen Tee. Solo ist er für viele Leute sicherlich toll eisgekühlt trinkbar, aber bei Zimmertemperatur ist er das auch.

Wie auch immer. Der neue Stroh-Fire nach altem Rezept könnte er als Hommage ans Alpine daherkommen und – warum nicht – mit Almdudler gemixt werden. Manche nicht langweilige Limonaden würden wohl auch prima zum neuen Stoh-Feuer passen. Also ab mit dem Stroh als Mixgetränk ins Longdrink-Glas, aber nicht zu viel, denn sonst geht der Stroh in den Kopf.