SPD und Grüne mit satter Mehrheit bei der Bürgerschaftswahl in Bremen

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Kurz nach 18:00 am Abend der Bürgerschaftswahl in Bremen im Willy-Brandt-Haus in Berlin.

Zweitstärke Partei werden mit Grünen, die derzeit bei ARD und ZDF zwischen 22 und 23 Prozent liegen. Drittstärkste Kraft wird die CDU mit 20 Prozent, wenn es nach der ARD-Prognose geht. Beim ZDF ist die CDU mit etwas über 24 Prozent noch zweitstärkste Partei gefolgt von den Grünen.

Bei beiden öffentlich-rechtlichen Sendern kommt die Linke erneut in die Bremer Bürgerschaft, nimmt mit knapp 6 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde. Deutlich darunter und in der Bedeutungslosigkeit bleibt die FDP derzeit 3 Prozent.

Die Wahlbeteiligung in den beiden Städten des Stadtstaates Bremen liegt auf einem historischen Minus von knapp über 50 Prozent.

Im Willy-Brandt-Haus erzeugt das Gemurmel, während SPD-bürgermeister Börhnsen, der von einer Hand voll Bildschrimen fröhlich ins ins Foyer blickte, Beifall. Darüber freuten sich anschließend Andrea Nahles und Siegmar Gabriel in ihren Ansprachen an zwei, drei Dutzend Dagewesene.

Wenn heute der Reichstag neu gewählt worden wäre, würden sich weit mehr um die übermannsgroße Brandt-Bronzefigur versammelt. Auch zu feiern gäbe es wieder was, auch wenn denn die SPD stagniert bundesweit bei 26 Prozent. Die CDU käme auf 33 Prozent, das sind drei Prozentpunkte weniger als Anfang des Jahres. Laut Deutschlandtrend liegt die neoliberale FDP bei vier Prozent und wir könnten uns den Anblick von Westerwelle und weiteren Möchtegerndoktoren sparen. Die Linke kommt auf acht Prozent (minus einem). Allein die Grünen legen zu: auf jetzt 23 Prozent (plus drei).

Damit hätten SPD und Grüne die Mehrheit und könnten auch ohne die Linke eine Bundesregierung bilden … wenn heute Bundestagswahl wäre. Es ist aber nur Bürgerschaftswahl in Bremen.

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