Ruhollah Zam wurde verschleppt, verurteilt und heute im Iran hingerichtet

Rouhollah Zam. © Iran Intl

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Von Frankreich soll Ruhollah Zam, der als Administrator, Blogger, Dissident und Journalist aus dem Iran galt und einen regierungskritischen Telegram-Kanal namens „Amad News“ mit mehr als einer Millionen Anhängern betrieben. Dass er letztes Jahr im Irak verschleppt und in den Iran gebracht und heute hingerichtet wurde, das wird in „Iran International“ mitgeteilt.

lange den regierungskritischen Kanal »Amadnews« mit mehr als einer Million Followern.

Dessen Witwe erklärte, dass ihr Mann „im September 2019 in den Irak gelockt und von Soldaten der Armee der Wächter der Islamischen Revolution, kurz auch Sepâh oder Pasdaran und in deutschen Landen Iranische Revolutionsgarde genannt, entführt und in den Iran verschleppt und dort zum Tode verurteilt worden sei.

In der Tat gab vor vier Tagen ein Sprecher des Justiz der Islamischen Republik Iran bekannt, dass der Oberste Gerichtshof das Urteil gegen Zam gebilligt habe. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass Abolqasem Salavati, der im Iran als Richter Gnadenlos gilt, den Freisler machte. Die Nachrichtenagentur IRNA bestätigte das Urteil und die Hinrichtung.

Wenn in der Lügen- und Lückenpresse der 47-jährige Zam, Sohn eines Geistlichen, zu einem „Blogger“ stilisiert wird, dann stimmt das nicht. Er war kein Blödblogger. Er war ein Kritiker des herrschenden Falschen, ein Kritiker der Regierung und des Regimes. Er war ein Freiheitskämpfer mit den Möglichkeiten, den Medien heute bieten.

Nun wurde er hingerichtet.

In „Spiegel“ (12.12.2020) wird unter der Überschrift „‚Verbrechen gegen die Sicherheit‘
– Iranischer Blogger Ruhollah Zam hingerichtet“ darauf hingewiesen, dass „die iranische Regierung … zahlreiche Menschenrechtsaktivisten und Kritiker gefangen“ halte. „Auch mindestens ein Dutzend Nordamerikaner, Europäer, Australier oder Doppelstaatler sollen in dem Land festgehalten werden. Immer wieder werden auch Todesurteile verhängt.“