Revierderby endete mit Sieg von Essen – 101. Bundesliga Jubiläum von Lisa Weiß – Stefanie Weichelt und Meike Kämper waren beste Zebras – Jacqueline Klasen und Linda Dallmann waren beste Essenerinnen

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Kathrin Döpringhaus (SGS) mit Jennifer Oster (MSV Duisburg) © Karin Reuter

MSV-Abwehrspielerin Weichelt fungierte als Stürmerin

Die Ex-Potsdamerin Sara Doorsoun bildete zusammen mit der erst 19-jährigen Jacqueline Klasen die Essener Doppel-Sechs. Die 22-jährige Irini Ioannidou rückte auf die linke Außenverteidigerposition, vor ihr agierte Sabrina Dörpinghaus. Die 21-jährige Sarah Freutel spielte offensiv  auf dem rechten Flügel vor Jacqueline Klasen. Beim MSV Duisburg hatte die 20-jährige Torfrau Meike Kämper erneut den Vorzug vor der dänischen Nationaltorhüterin Stina Lykke Petersen erhalten. Abwehrspielerin Stefanie Weichelt und Mittelfeldspielerin Sofia Nati bildeten das MSV-Sturmduo, die klassischen Stürmerinnen Vonkova, Sundov und Laura Luis fanden sich allesamt auf der Bank wieder.

Essener Doppelschlag mit Klasen und Hartmann

Die SGS Essen hatte das Spiel weitgehend im Griff, konnte aber einige viel versprechende Torchancen, insbesondere die von der 19-jährigen Linda Dallmann und Sarah Freutel nicht nutzen. Die Zebras hatten wenig entgegenzusetzen, der MSV-Angriff war nur ein laues Lüftchen. In der zweiten Hälfte vergab die Polin Tarczynska frei vor SGS-Torfrau Weiß eine dicke Chance zum Führungstreffer. Nach dem Essener Doppelschlag durch Klasen und Hartmann war das Spiel gelaufen, Linda Dallmann hätte gegen Ende das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Mit dem Resultat hat sich die SGS Essen ein beruhigendes Polster zu den Abstiegsrängen aufgebaut,  der MSV Duisburg hingegen muss stärker an seinem Offensivspiel arbeiten, um nicht gegen Ende der Saison unter die Räder zu geraten.

Richtige Kracher im Abstiegskampf durch BV Cloppenburg  

Essens Jacqueline Klasen bestach durch eine gute Körperbeherrschung, spielte sehr beweglich und flink, war daher für die gegnerischen Topspielerinnen im Zweikampf eine harte Nuss und nicht leicht auszuspielen, am ehesten noch wegen einer gewissen Unerfahrenheit. Wenn ihr Spiel kein absoluter Zufallstreffer war, und so eine Spielerin auch noch offensiv solche Aktionen zeigen kann, ist sie auf dem besten Weg an die Altvorderen der Liga aufzuschließen. In diesem Derby kam es auf Einsatzbereitschaft und Siegeswillen an. Der MSV Duisburg bemühte sich, aber die Offensivabteilung fand nicht zum Spiel.

Schlussoffensive im Abstiegskampf

Während im gesicherten Tabellenmittelfeld das stressfreie Saisonauslaufen von Essen, Freiburg und Leverkusen anfängt, sollten die Paarungen MSV Duisburg gegen BV Cloppenburg und BV Cloppenburg gegen  TSG 1899 Hoffenheim an beiden kommenden Spieltagen noch mal richtige Kracher für den Abstiegskampf werden.

So spielten sie an der Essener Hafenstraße im Städtischen Stadion:

SGS Essen vs. MSV Duisburg 2:0 (0:0)

SGS Essen: Lisa Weiß – Dörpinghaus, Martini, Janssen, Freutel (89. Isabelle Wolf), Ioannidou (85. Gier) Doorsoun-Khajeh, Klasen Mester, Linda Dallmann Charline Hartmann – Trainer Markus Högner

MSV Duisburg:
Kämper – da Silva Costa, Weichelt, Barbara Müller (62. Schenk), Himmighofen,  Jacome Silva, Oster, Nati (68. Ramos Luis), Wahlen, Pozerska Tarczynska (79.Vonkova) – Trainer Sven Kahlert

Tore: 1:0 Klasen (54.), 2:0 Charline Hartmann (59.)

Schiedsrichterin Kathrin Heimann (Gladbeck)
Verwarnungen Gelb: Mester (63.) – Pozerska (64.)

Zuschauer 832

Quellen: SGS Essen, MSV Duisburg, DFB, Wikipedia

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