Positive Wirtschaftsaussichten für Deutschland – Aufschwung in der Tourismusbranche trotz Steuerstreit – 14. Tourismusgipfel tagt in Berlin

Klaus Laepple, Präsident des Bundesverbandes der deutschen Tourismuswirtschaft, eröffnet mit einer Rede den 14. Tourismusgipfel in Berlin

Das Institut der Deutschen Wirtschaft bietet 3,25 Prozent an. Das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung bietet mit 3,4 Prozent mehr. Am meisten verspricht das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Das IMK erwartet ein Wachstum von 3,5 Prozent. Mehr Wachstum als die Bundesrepublik bieten nur noch Boomländer im Pazifischen Becken. Aus Westeuropa oder Nordamerika, insbesondere aus den USA, aus Griechenland, Spanien, Irland, Italien, Portugal und anderen Nationalstaaten erreichen uns hingegen Hiobsbotschaften und ausgestreckte Hände, die von Deutschen und Chinesen Hilfstransferleistungen in Milliardenhöhe kassieren wollen.

Beim allgemeinen Aufschwung in Deutschland möchte auch die deutsche Tourismusbranche nicht fehlen, die auf ihrem 14. Tourismusgipfel, der am 4. und 5. Oktober im von Terroristen ins Visier genommene Hotel Adlon in Berlin (WELTEXPRESS berichtete) stattfindet, zumindest auf einige prominente Redner aus den Reihen der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verweisen kann.

Klaus Laepple, Präsident des Bundesverbandes der deutschen Tourismuswirtschaft, verwies in seiner Eröffnungsansprache vor rund 300 Teilnehmern auf gute Steuersenkungen wie bei der Mövenpick-Steuer und schlechte Steuererhöhungen wie bei der Betten- und Luftverkehrssteuer. Laepple: „Der wirtschaftliche Aufschwung kommt langsam aber sicher auch in den meisten Bereichen der Tourismusbranche an. Neue Belastungen wie die geplante Luftverkehrsteuer oder die zum Teil hitzigen Debatten um die reduzierte Mehrwertsteuer in der Hotellerie bremsen jedoch den Optimismus und werden viel Diskussionsstoff während des Tourismusgipfels bieten."

Neben Profitorientierung geht es auch um Verbraucherschutz und die Frage „Luxus im Wandel? – Wie werden neue Ansprüche bedient" oder „Europäisches Verbraucherschutzrecht – Was kostet uns das?". Der 14 Tourismusgipfel soll aber auch „im Zeichen von Klimaschutz und Tarifpolitik“ stehen. Potentiale und Grenzen alternativer Antriebsformen zeigen Vertreter aus Luft-, Schienen- und Straßenverkehr auf. Der Frage, ob Spartengewerkschaften eher Chance oder Risiko für das Tarifsystem sind, widmen sich Experten der Deutschen Bahn, des Arbeitgeberverbandes Luftverkehr, der Universität München und von ver.di im Anschluss an ein Impulsreferat des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Dieter Hundt zum Thema Tarifautonomie. Auf Antworten und Diskussionen werden die über 500 angemeldeten Teilnehmer gespannt sein.

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