PEPSI statt VISA und INSTEX stärken!

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PEPSI. Quelle: Pixabay, Foto: Rose McAvoy

Frankfurt am Main, Deutschland (Weltexpress). Brauchen wir in einer „multipolaren Welt … eine multipolare Währung“, wie Mark Carney, Chef der Bank of England erklärte? Die Antwort ist einfach: nein!

Der Dollar als Währung des Vereinigte Staaten von Amerika (deutsch VSA, englisch USA) genannten Imperiums solle durch eine digitale Währung abgelöst werden, fordert der Engländer als Groß-Brite. Doch sowas wie Libra von der Facebook Incorporated braucht kein Deutscher, jedenfalls keiner, der das noch sein will.

Jedes Volk, vor allem jedes Staatsvolk muss, um seiner Souveränität Geltung zu verschaffen, sein eigenes Geld haben. Dazu gehört nicht nur die D-Mark, dazu gehört auch ein Zahlungssystem, dass Visa und Mastercard in Europa, und dieses Europa reicht von Lissabon bis zum Ural und also bis Wladiwostok, ersetzen soll, um unabhängig von den VSA zu werden.

Dass die 20 größten europäische Banken das Projekt unter dem Arbeitsnamen PEPSI (Pan-European Payment System Initiative) starteten, das ist richtig und wichtig.

Die Deutschen und andere Völker in Europa brauchen dringend eine Alternative zum von den VSA kontrollierte SWIFT-System. Der Start eines eigenen Zahlungssystems namens INSTEX ist dringender denn je. INSTEX steht für Instrument in Support of Trade Exchanges und soll in der Tat ein Instrument zur Unterstützung von Handelsaktivitäten sein. Als Société par actions simplifiée und also einfache Aktiengesellschaft sitzt die Kapitalgesellschaft derzeit in Paris. Endlich machen es einige Völker in Europa den Russen und Chinesen nach.

Doch INSTEX, dass für den Handel mit dem Iran am 29. Januar 2019 gegründet wurde, muss gestärkt werden, um den Sanktionen der VSA trotzen zu können. Staatliche Unterstützung für Unternehmen müssen als Automatismus sichergestellt werden, wenn die VSA Firmen wegen beispielsweise ihres Handels mit dem Iran bestrafen.

Wenn INSTEX mit den Zahlungsplattformen der Russischen Föderation und der VR China zusammengelegt werden sollte, dann wäre Eurasien eine runde Sache, zu der auch das sich aktuell im Aufbau befindliche indische Zahlungssystem angeschlossen werden könnte.

Dazu teilt Alexander Lesnych „Sputnik“ (18.11.2019) unter der Überschrift “ Für mehr Unabhängigkeit: Befreit sich EU von Fesseln des US-Finanzsystems?“ mit, dass „Russland, China und Indien auf dem BRICS-Gipfel, der in der vergangenen Woche in Brasilien stattfand“, dafür den Weg ebneten. Beschlossen und verkündet!

Lesnych schreibt, dass „dieses vereinigte System … nach einem Schleusen-Prinzip funktionieren“ solle, „bei dem die Mitteilungen über Zahlungen gemäß dem Finanzsystem jedes Landes umcodiert werden. Neben der Unabhängigkeit von der aggressiven US-Finanzpolitik wird diese Herangehensweise die Abkehr vom Dollar im Handel fördern, denn dadurch werden größere Möglichkeiten für die Bezahlung von Waren in den Nationalwährungen geschaffen.“

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