Orientalismus – das neue Ausstellungsthema im Königlich-Belgischen Kunstmuseum in Brüssel – Welten aus 1001 Nacht öffnen ihre Geheimnisse

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Die weiße Sklavin 1888.

Es war nach dem aufregenden Ägyptenfeldzug Napoleons, als die orientalistische Strömung ganz Europa förmlich überflutete. Trotz des großen Einflusses, den der Orientalismus auch auf Literatur, Musik und Architektur hatte, wurde ihm bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist der Grund, warum jetzt mit dieser spannenden Ausstellung in Brüssel eine solch bemerkenswerte Retrospektive präsentiert wird.

Plötzlich war der Orient für die Künstler ein magischer Ort, der Orient war in Mode gekommen. Es war eine Kreuzung, an der unterschiedliche Welten aufeinander trafen. Der Orient galt als Wiege der westlichen Zivilisation und war das Land von 1001 Nacht, wo Sinnlichkeit und Lust regierten. Um den Orientalismus nicht auf wenige Stereotypen reduzieren, wird die Retrospektive in zwölf unterschiedliche Themen gegliedert: Porträt des Orientalen, Ägyptomanie, Politisches Spielfeld, weiter als Rom, vergessenes Land der Mauren, im Namen der Wissenschaft, wollüstige Träume und reale Begegnungen, Kreuzpunkt der Religionen, exotischer Alltag, im Land des Durstes, zeitgenössische Sichtweise, Einblick in die Kollektion.

Diese internationale Ausstellung mit Leihgaben aus den bedeutenden Sammlungen der Welt präsentiert unter anderem Arbeiten von Delacroix, Géricault, Ingres, Portaels, Decamps, Makart, Vernet, Gérôme, Hamdi Bey, Gentz, Fromentin, Deutsch, Lewis, Renoir, Evenepoel und Kandinsky. Die Ausstellung wird in Brüssel eröffnet und im nächsten Jahr in München und Marseille zu sehen sein. (15. Oktober 2010 – 09. Januar 2011, Brüssel, Königlich-Belgische Kunstmuseen, Rue de la Régénce 3)

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