Organisierte Kriminalität: Ausbeutung doofer deutscher Steuerzahler? – Raubzüge oder die Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte

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Bankfurt im Blick.
Ein Blick auf Bankfurt, wie Frankfurt am Main auch genannt wird. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Wahnsinn. Fette Beute. Vier, fünf und mehr Milliarden Euro wurden durch „steuergetriebene Aktiengeschäfte“ geraubt.

19 Medien aus einem Dutzend Staaten schlossen sich unter Leitung des Recherchezentrums Correctiv zusammen, um den bandenmäßigen Griff von Kriminellen in die Steuerkasse durch für Uneingeweihte unübersichtliche Aktiengeschäften, unter anderem als Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte bekannt geworden, zu untersuchen.

Heute, am 18. Oktober 2018, um sechs Uhr morgens veröffentlichten 19 Medien die ersten Ergebnisse im bis dato offensichtlich größten Steuerraub in der Geschichte deutscher und anderer Länder Europas.

In der „Welt“ (18.10.2018) wird festgehalten, dass „bei den in der Finanzbranche auch als „Tax Deals“ bekannten Geschäften … kurzfristig riesige, oft milliardenschwere Aktienpakete hin- und hergeschoben“ werden, „um sich Steuern zu Unrecht erstatten zu lassen“. „Bei Cum-Ex-Geschäften und seinen Varianten wird eine einmal abgeführte Steuer sogar mehrfach erstattet“, hießt es weiter. Wahnsinn. Fette Beute.

Die Merkel-Regierungen der vergangenen Jahre, so legen es Berichterstatter nahe, hätten davon gewusst, aber andere Regierungen nicht gewarnt. Das „Bundesfinanzministerium wusste seit 2002 Bescheid“ behaupten Manuel Daubenberger, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck, Christian Salewski und Oliver Schröm in der „Welt“. Gewarnt worden seien andere Regierungen erstmals 2015.

Mehr Informationen darüber, wie „Banker, Anwälte und Superreiche“ Steuerzahler ausrauben beziehungsweise „sich Steuern rückerstatten lassen, ohne sie gezahlt zu haben“, wie Jennifer Lange im Deutschlandfunk (18.10.2018) formuliert, stehen unter dem Titel „Cum-Ex-Files“ https://cumex-files.com im Weltnetz.

Im „Deutschlandfunk“ wird zudem ein Kronzeuge der Raubzüge mit folgenden Worten zitiert: „Wir, die Berater, die Banker, die Anleger. Wir waren die Jäger, wir waren Füchse, blutrünstige Füchse, die in den Hühnerstall gegangen sind. Der Hühnerstall, das war der Staat, mit seiner Staatskasse. Und die Füchse sind jedes Jahr da reingegangen und haben so viel wie möglich an Hühnern rausgeholt.“

Von Nieten in Nadelstreifen darf niemand sprechen, dass ist organisierte Kriminalität, die bis heute von der Merkel-Regierung bewusst geduldet wurde.

Mehr über den „Der Coup des Jahrhunderts“ steht auch in der „Zeit“ (18.10.2018). Dort wird mitgeteilt, dass zu den 19 Medien „neben der ZEIT, ZEIT ONLINE und Panorama auch die Nachrichtenagentur Reuters, die Zeitungen Le Monde aus Frankreich, La Repubblica aus Italien, das Online-Magazin El Confidencial aus Spanien sowie das öffentlich-rechtliche Fernsehen aus Dänemark, Schweden und Finnland“ gehören würden. „Gemeinsam“ hätten Mitarbeiter der Medien- und Verlagshäuse „mehr als 180.000 Seiten vertrauliche Akten, interne Gutachten von Banken und Kanzleien sowie E-Mails ausgewertet“. „Zudem“ sollen „Interviews mit Insidern und verdeckte Recherchen in der Finanzindustrie durchgeführt“ worden sein.

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