Neuzugang für die Berliner Eisbären vor dem Spiel gegen Tappara aus Tampere

Einlauf Berliner Kufenkurver durch ein aufblasbares Eisbären-Maul. © 2019, Foto: Stephan Wenske, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Daß die Berliner Eisbären Blaine Byron verpflichten, das wird sowohl auf der Heimatseite Eisbaeren.de im Weltnetz mitgeteilt als auch per Pressemitteilung vom 23.8.2021.

Der letzte Neuzugang

Der Kanadier ist 26 Jahre alt und Linksschütze. Zuletzt habe er für die Springfield Thunderbirds und Ontario Reign in der American Hockey League (AHL9 gespielt. Nach 153 AHL-Partien würden 37 Tore und 47 Vorlagen zu Buche stehen, heißt es dort und anderswo.

Bei uns heißt es: Entweder hast du es mit 24, 25 und spätestens 26 Jahren in die NHL geschafft oder du verschwindest aus der Nachwuchsliga AHL nach Europa. In der mit „Eisbären verpflichten Blaine Byron“ betitelten Eisbären-Pressemitteilung heißt es zu Beginn: „Die Eisbären Berlin verstärken ihre Offensive mit Blaine Byron.“

Nun ist er da, der Blaine Byron, der nicht ein einziges NHL-Spiel auf dem Zettel hat. Studentenliga und Lehrlingsmannschaften, Verstärkung sieht anders aus, oder?

In Springfield Thunderbird und Ontario Reign spielte er nicht besonders herausragend. Das Gegenteil war allerdings auch nicht der Fall. Vorletzte Saison fünf Tore für Springfield in 24 Spielen und dann sieben für Ontario in 29 Spielen, letzte Saison insgesamt sechs Tore für Ontario in 17 Spielen. Hinzu kommen noch ein paar Vorlagen. Um das alles besser bewerten zu können, müßte man mehr Informationen, mehr Daten auch über die Eiszeit haben und zudem direkte Beobachtungen.

Die Defensive scheint der Offensivspieler nicht zu vernachlässigen, das ist gut, aber dennoch eher Durchschnitt. Gegen diesen ausgesonderten Durchschnitt von drüben müssen sich hüben und also hier in der BRD die guten Nachwuchsspieler immer wieder und auch heute durchsetzen. Das ist schwer genug. Die Jungspunde brauchen dafür vor allem Platz im Kader und nicht nur auf der Bank. Sie brauchen Eiszeit und also Spielzeit, Spielpraxis und nicht nur Trainingstermine. Übung macht den Meister, aber auch Bewährung. Deswegen halte ich die Zahl der Ausländerlizenzen als viel zu hoch. Viel zu hoch! Die Rosinen sollen kommen dürfen, nicht die Gurken!

Immerhin ist der Wechsel von Blaine Byron aus der Aufzuchtstation der Los Angeles Kings ein Beleg für die Zusammenarbeit, die Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer in Bezug auf den Neuzugang erwartungsgemäß positiv bewertet. „Schon vor zwei Jahren ist er mir das erste Mal positiv aufgefallen. Er ist ein sehr guter Offensivspieler, der unseren Angriff noch einmal verstärken wird. Er ist läuferisch äußerst stark und das Spiel in Europa wird ihm gut liegen“, kommentiert Richer die Verpflichtung für eine Spielzeit des Centers, der „mit der Rückennummer 23 auflaufen“ werde. Das mit der Rückennummer wird wohl stimmen, das mit der Verstärkung wird man sehen. Schaun mer mal, dann sehn mer scho.

Der Kader

für die Saison 2021/22, wie er von der EHC Eisbären Management GmbH mitgeteilt wurde, lautet derzeit wie folgt:

  • Tor: Mathias Niederberger, Tobias Ancicka, Leon Hungerecker
  • Abwehr: Morgan Ellis, Kai Wissmann, Frank Hördler, Eric Mik, Paul Reiner, Jonas Müller, Korbinian Geibel, Simon Després, Nicholas B. Jensen
  • Angriff: Mark Zengerle, Parker Tuomie, Manuel Wiederer, Giovanni Fiore, Blaine Byron, Kevin Clark, Yannick Veilleux, Bennet Roßmy, Sebastian Streu, Zach Boychuk, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White
Vorheriger ArtikelVon Menschen und Schiffen – In seinem neuen Buch „Kiekut“ blickt Peer Schmidt-Walther hinter die Kulissen einer sonst verschlossenen Welt
Nächster ArtikelSchwere Krankheitsverläufe bei Gespritzten – Impfungen mit experimentellen Stoffen von Pharmakonzernen schützen die Kaninchen und Ratten nicht!