Nach abgesagter Jubiläumsfeier: Opel soll in China und Russland expandieren

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Nach einer starken Welle der Kritik von politischen Vertretern, Mitarbeitern und gewerkschaftlicher Seite hat Thomas Sedran mittlerweile dem „Handelsblatt“ mitgeteilt, daß man bei Opel an einem Konzept für einen höheren Absatz in China arbeite. Das dürfte jedoch nicht einfach sein, da der Zutritt zum chinesischen Markt in der Regel von Joint-ventures mit einheimischen Firmen abhängig ist.
Obwohl Opel von der GM-Zentrale Restriktionen für Exporte nach Übersee wegen der konzern-internen Konkurrenz zu Chevrolet verhängt wurden, spricht Sedran von chancenreichen Märkten in Australien, Nordafrika, Rußland, der Türkei und eben auch in China. Sogar für das Geschäft in Europa malt er gute Zukunftsaussichten. Opel solle hier die zweitgrößte Marke werden – was nicht einfach werden dürfte, liegt die Firma in ihrem Kernmarkt doch deutlich hinter Volkswagen und Renault.

Für die lange Sicht eröffnet Sedran auch die Option, daß der in Südkorea gefertigte Mokka, ein erst seit kurzem angebotenes Kompakt-SUV, ebenso in Europa produziert werden könne. In diesem Zusammenhang wies der Opel-Chef auch darauf hin, daß der in Eisenach produzierte Kleinstwagen Adam, der ab Januar nächsten Jahres verkauft wird, gute Resonanz erfahre. Zudem entwickle sich die Kooperation zur Schaffung gemeinsamer Fahrzeuge zwischen Peugeot-Citroën und Opel gut.

Derweil gehen die Auseinandersetzungen über den Erhalt des Bochumer Werkes mit Kundge-bungen, Informationsveranstaltungen und zeitweiligem Stillstand der Produktion weiter. Zwar sind nach Aussagen von Fachleuten für den spezifischen Arbeitsmarkt die Chancen für die Opelaner relativ hoch, nach einem Arbeitsplatzverlust neu vermittelt zu werden – doch die Mitarbeiter wirken vorrangig für den Erhalt des Werkes in Bochum.

kb

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