Motorvalley in der Emilia Romagna: Ducati, Ferrari & Co.

0
344

Ducati-Brüder in Bologna

Nicht weit vom Flughafen Bologna beginnt das Herz der Motorrad-Fans schneller zu schlagen: Ducati verzückt hier nicht nur seine Fans mit Fabrik und Museum. Valentino Rossi, der aktuelle Ducati-Rennfahrer grüßt neben dem neuesten Modell am Eingang. Es ist schon interessant, einmal dem Produktionsprozess und der Montage der weltberühmten Ducati zuschauen zu dürfen – bis zum in alle Welt versandfertigen Produkt. Vorher durchlaufen sie jedoch noch einen Funktions- und den einzelnen Ländern entsprechenden Abgastests – jede einzelne Maschine ist handgemacht – es gibt keine Fließbandarbeit im Werk. “Anstelle von Federn werden zwei Wechselventile genommen – das ergibt eine zuverlässigere Übersetzung.“ erklärt die Angestellte Angela den durchschlagenden Erfolg von Ducati. Für Freunde und Familienangehörige, die den Sportbegeisterten begleiten dürfen, gibt es „Nachhilfeunterricht“ im Ducati-Museum: Hier steht die erste Ducati. „Cucciolo“ (dt.: Welpe) hieß das erste „Motorrad“, das die Brüder Ducati 1946 produzierten – ein an ein Fahrrad angebrachter 48 cc Motor. 20 Jahre zuvor hatten sie ihr Unternehmen als „Societí  Scientifica Radio Brevetti Ducati“ gegründet.

Eine Ducati rasanter und sexyer als die andere: Wenn man vorher kein Motorrad-Fan war – hier könnte man es werden: heiße Maschinen geben einen Einblick in die Motoradfahrer-Seele: „Fahr‘ mich!“ rufen sie alle auch den Laien zu. Man kann sie auch im Werk mieten: für einen Tag oder für eine Woche – ganz nach gusto! Sie entwickeln auch E-Motorräder, verrät ein Ingenieur des Hauses.

Scuderia Ferrari  in Maranello

Maranello, das Heim von Ferrari – Eine Stunde von Bologna entfernt in Maranello  bäumt sich leuchtend auf gelbem Grund das schwarze Pferdchen („cavallino rampante“) der S.F. – Scuderia Ferrari (dt. Pferdestall). Schon gleich beim Aussteigen winken einem rassig-rotgekleidete Schönheiten mit einem Ticket zum Ferrari-Fahren zu: für 50 Euro – leider nur als Co-Pilot, aber immerhin! Hier ist die Formel I und II zuhause sowie der „Gran Turismo“. In der „Galleria Ferrari“ kommen Irdische in Tuchfühlung mit den außerirdisch wirkenden Boliden. Filme über die Rennen zeigen Interviews mit Michael Schumacher und Niki Lauda (noch mit Ohr und Haaren) – hier stehen ihre „Cavallini Rossi“ – ihre roten Pferdchen. Für Schulklassen und Kinder gibt es einen Extra-Schulungsraum, in dem sie in die Geheimnisse der Formel I eingeweiht werden.

Unweit von Maranello, in Modena, entsteht beim Geburtshaus von Enzo Ferrari, dem Gründer des Hauses, ein riesiges modernes Zentrum mit Museum, Konferenzen, Restaurant. Wer will, kann noch in Mugello das Autodrom mit seinen Kurven besichtigen. Ein verlängertes Wochenende in Motorvalley – bitte vor lauter Pferdestärken nicht die berühmte gute Küche in der Emilia Romagna vergessen!

Websites:

www.ducati.com
www.galleria.ferrari.com
www.fondazionecasanataleenzoferrari.it
www.mugellocircuit.it

Anzeige