Merkel-Deutschland stürzt ab – Die Rezession im Mehltauland und der Kaffeesatz der Konjunktur

Kaffeesatz. Quelle: Pixabay, Foto: Stephanie Albert

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Kenner und Kritiker wissen es längst, Hofberichterstattern ist es eine Meldung wert. In den Redaktionsstuben der Welt dreht sich seit Wochen und Monaten alles ums eine: die Rezession. Und die ist so gewaltig, wie sie kein Lebender zuvor erlebt hat.

Sogar Lohnschreiber der Nachrichtenagentur „Reuters“ (30.7.2020) titeln „Wirtschaft bricht in Rekordtempo ein – ‚Jahrhundertrezession'“ und teilen mit, was das Statistische Bundesamt (StaBu)per Pressemitteilung Nr. 287 vom 30.7.2020 unter der Überschrift „Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2020 um 10,1 % niedriger als im Vorquartal – Auswirkungen der Corona-Pandemie führen zu historischem Rückgang„.

Dass die Überschrift verlogen ist und die Deutschen in der BRD nach Strich und Faden betrogen werden, das haben wir im WELTEXPRESS schon oft berichtet und begründet. Viren wirtschaften nicht, sie verändern auch nicht die Wirtschaft. Auch diese Wirtschaftskrise ist selbstverschuldet und die Schuldigen sitzen auch und sowohl in Frankfurt am Main als auch in Berlin.

Laut StaBu seit „das Bruttoinlandsprodukt (BIP) … im 2. Quartal 2020 gegenüber dem 1. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 10,1 % gesunken“. „Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970.“ Mit anderen Worten: ein solcher Absturz ist bisher noch nicht gemessen worden und stellt die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, die gemeinhin mit dem Bankrott der Lehman Brothers Holdings Inc. verbunden wird, weit in den Schatten. Beispielsweise betrug das BIP laut StaBu im 1. Quartal 2009 nur -4,7 %.

Wer sich noch an Börsencrashs und Ölpreisschocks erinnern kann und seine möglicherweise Angst davor, die sind gegen das, was derzeit passiert, ein Witz.

Dass der „Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen massiv eingebrochen“ sei „als auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionen in Ausrüstungen“ wird zudem mitgeteilt und mit Zahlen untermauert. Dass „der Staat … dagegen seine Konsumausgaben während der Krise“ erhöhte, das wird nicht verschwiegen, klingt aber so als sei „die Krise“ schon vorbei.

Die größte Volkswirtschaft der EU schrumpft.

Doch sie solle nicht weiter schrumpfen, sondern wieder wachsen. Laut „Reuters“ würden „Volkswirte … für das laufende dritte Quartal … wieder ein Wachstum“ erwarten. „Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt ein Plus von drei Prozent voraus“, wird vermeldet und Dr. Claus Michelsen, Leiter in der Abteilung Konjunkturpolitik des DIW in Berlin mit den Worten „Dennoch werde es wohl zwei Jahre dauern, bis der historische Einbruch vom Frühjahr wettgemacht ist“ wiedergegeben. In welchem Kaffeesatz dieser Doktor, der sich in seiner Dissertation nach DIW-Angaben „mit der Energieeffizienz von Immobilien und den Wirkungen wohnungsmarktpolitischer Eingriffe“ befasst habe, gelesen hat, teilt „Reuters“ nicht mit.

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