Maruti Suzuki in Indien: Nach Aufstand Fabrik stillgelegt

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Arbeiter bei Maruta Suzuki in Indien. © Maruta Suzuki

Maruti Suzuki ist zu Beginn der 1980er Jahre als ein Joint-Venture zwischen dem japanischen Autohersteller und der indischen Regierung gegründet worden. Das Unternehmen ist sehr stark auf dem indischen Markt. Das meistgebaute Modell ist der Maruti 800, der ein Lizenzprodukt des erstmals 1984 hergestellten Suzuki Alto ist und als Volumenmodell für höhere Einkommen in Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan gilt.

Beobachter der Lage bei Maruti sehen eine Reihe von Ursachen, die in dem Aufstand kulminierten. So ist der Produktivitätsdruck für die Arbeiter enorm gestiegen, da infolge der Abwertung der Rupie die Kosten der Bauteile gestiegen sind. Außerdem hat der Gegensatz zwischen dem Wohlstand der Maruti-Kunden und den erbärmlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter des Werkes zu diesen schweren Unruhen geführt.

Rund 1.000 Autos verlassen täglich die Fertigungsstätte. Das Management beabsichtigt, die Produktion wiederaufzunehmen, wenn die Lage sich beruhigt hat.
Eine neue Gewerkschaft – die alte war zu zahm in den Verhandlungen – verhandelt nun mit der Unternehmensleitung um neue Gehaltsbedingungen.

kb

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