
Berlin, BRD (Weltexpress). Die Geheimdienste und das Militär von Venezuela, das gerne als Bolivarische Republik bezeichnet wird, hat sich offensichtlich dem Kampf gegen die VSA verweigert. So verkündeten die VSA unter Donald Trump, dem Herrn im Weißen Haus, am 3.1.2026 den Erfolg des Einsatzes von Militär und Geheimdiensten und Venezuela unter Delcy Rodríguez, der Dame im Palacio de Miraflores, Gesprächsbereitschaft.
Die neue Präsidentin wolle den alten Präsident zurück, verkündet sie vor Kameras und Mikrophonen. Theaterdonner!
Weder ein einziges Flugzeug noch ein einziger Hubschrauber der VSA wurden beim Einsatz, der mit der Entführung von Nicolás Maduro mitsamt seiner Frau erfolgreich endete, vom Himmel geholt. Null!
Jede Menge Flugabwehrsysteme, darunter S-300 aus der RF, und jede Menge tragbare Flubabwehrsysteme, auch als Ein-Mann-Boden-Luft-Rakete bezeichnet, und nicht ein Abschuß, kein einziger. Null!
Dabei kann man mit S-300 nicht nur Tarnkappen-Fluggeräte abschießen, sondern auch solche, die sehr schnell fliegen und also schneller als eine Hand voll nach Ernst Mach benannten Geschwindigkeitszahlen. Die Technik für Aufklärung und Abwehr war vorhanden. Das Personal setzte sie nicht ein. Warum nicht?
Daß der Einsatz der VSA mit der Entführung nicht erfolgreich war, weil er in der Nacht und in aller Eile erfolgte, das wissen Kenner und Kritiker. Er war erfolgreich, weil er gut geplant, gut geübt und gut geschmiert wurde. Planung und Übung sind hier und heute nicht mein Thema, sondern Klüngel und Korruption.
Miguel Santos García teilt unter dem Titel „Warum Venezuelas Militär nicht gekämpft hat“ in Global Research und RT DE (6.1.2026) dazu Folgendes mit: „Die sorgfältig ausgearbeitete Erzählung eines gewagten Militärangriffs, komplett mit operativen Details und Heldengeschichten, dient einem entscheidenden politischen Zweck: Sie soll das sehr viel wahrscheinlichere Szenario einer ausgehandelten Kapitulation Venezuelas verschleiern. Durch die Verherrlichung des gewalttätigen Spektakels einer Gefangennahme verschleiert der Bericht aktiv die unbequeme Wahrheit, dass der Erfolg der Operation mit ziemlicher Sicherheit eine vorherige Vereinbarung mit mächtigen Fraktionen innerhalb des Maduro-Regimes selbst erforderte und daraus resultierte.“
Warum haben Geheimdienst und Militär den Kampf verweigert? Die Antwort ist einfach. Der Kampf wäre aussichtslos gewesen, denn weder die RF noch die VR China sind willens und in der Lage, das Nötige zu tun. Weder die RF noch die VR China sind in der Lage, Venezuela vor den VSA zu schützen und zu verteidigen. Das galt und gilt auch für Syrien und den Iran. Im Kaukasus, in Korea und in Vietnam war und ist die Lage eine andere. Und bei dieser Lage gilt auch die am eigenen Körper. Das Hemd sitzt näher als der Rock. Venezuela oder Kuba sind werder der Hinterhof der RF noch der VR China, sondern der VSA. Doch auch das ist hier und heute nicht das Thema.
Für vernünftige Offiziere in Venezuela war und ist ein Krieg gegen die VSA keine Frage von Idealismus oder Sozialismus, sondern Pragmatismus, ja, praktischer Vernunft. Miguel Santos García schreibt: „Für hochrangige venezolanische Offiziere war ein Krieg gegen die Vereinigten Staaten kein gewinnbarer ideologischer Kampf, sondern ein selbstmörderischer Akt, der ihre Vernichtung und den Zusammenbruch der Nation garantieren würde.“
Der Klüngel und also das geheime und also nicht-öffentliche Beziehungsgeflecht und die Korruption, die in Venezuela besonders hoch ist, tun ihr übrigens, um das in Offiziere beim Militär und Geheimdienst gesetzte Vertrauen zu mißbrauchen.
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Venezuela: Welche Folgen hat die Entführung von Präsident Maduro? von Rainer Rupp
- Kommentar: Venezuela ist gefallen – Wenn man die Puppen tanzen lassen kann, dann reicht das von Carlos Columnista
im WELTEXPRESS.
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