„Maintain-Messe München 2012“ belegt erfolgreiche deutsche Forschungspolitik

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Einzelne, gelungene  technische Darstellungen – z.B. VOITH Industrial Services, ICETECH /ICEBLAST Trockeneisstrahlen, BENNTEC elearning & multimedia, GREENGATE intelligent paper for maintenance solutions, HECKER stopfbuchspackungen, CHAMBERS-LECTEC dichtungsreparatur, ASSALUB rfid-schmiertechnik, STEAG papierlose freischaltung, DEUTZ remanufacturing –  waren  „Blickfang“  dieser in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation veranstalteten Messe und lieferten den beabsichtigten Eindruck vom trendigen Herstellerservice, ohne die notwendige und erprobte Einbindung externer Werkzeug- und Messgeräte-Hersteller, Software-Anbieter und sonstiger Servicepartner zu vernachlässigen, deren Repräsentanten die Leistungsfähigkeit dieser Branche unter Beweis stellten, wie z.B.  BUCHEN GROUP industrieservice,  BIS gerätetechnik, ZITEC industrieausrüstung, BAUMÜLLER services, KNAPSACK/INFRASERV anlagenservice, IBM tririga energy optimization, WISAG industriemontage ¸ –  Schulung,  Ausbildung, Weiterbildung sind neben dem allgemeinen Industrie-Consulting Teil der industriellen Service-Angebotspalette von u.a. FIR rwth aachen, FVI instandhaltungs forum, FOR forschungsgruppe. – Die ausführlichen Unternehmenslisten sind im Ausstellungskatalog einsehbar: www.maintain-europe.com.

Seit 2004 fördert das BMBF das Forschungsthema „Dienstleistung“ in besonderem Maße. Hierbei geht es um Berücksichtigung der Steigerung der Exportfähigkeit deutscher Dienstleistungen für die Industrie, aber auch um die Förderung konventioneller Dienstleistungen, die auch die demoskopische Entwicklung berücksichtigen. Schwerpunkte bei der Förderung von Forschung zu industriellen Serviceleistungen liegen z.B. im Bereich Serviceleistungen für Sondermaschinen, der Standardisierung von Serviceprozessen, der Erhöhung der Anlageneffektivität und der Verbesserung gewerblicher Rechtsschutz-Möglichkeiten.

Ende 2008 hat das Bundeskabinett auf Antrag der Bundesministerin Schavan das Thema Dienstleistungsforschung explizit in das Förderprogramm der Bundesregierung – mit einem Gewichtungsfaktor von 28 % – aufgenommen. Die beiden Hauptthemenstellungen lauten:

– Mehr Wertschöpfung durch Dienstleistungsforschung
– Forschung für die Dienstleistungswirtschaft

Die vom Bundesforschungsministerium definierten Arbeitsgebiete sind

– Innovation mit Dienstleistung
– Exportfähigkeit von Dienstleistung
– Integration von Produktion und Dienstleistung

Die Fördersumme von anfänglich jährlich 20  Mio. € betrifft jeweils ca. siebzig Antragsteller, die sich mit den Themenstellungen Innovationsmanagement (Bewertung von Innovationen in der Dienstleistung), Identifikation von Wachstumsfeldern und den Möglichkeiten der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich (inkl. Motivation, Personalschulung, Personalentwicklung) befassten.

Die beratend für die Bundesregierung tätige FORSCHUNGSUNION hat darüber hinaus eine TASKFORCE DIENSTLEISTUNGEN ins Leben  gerufen, deren Expertinnen und Experten eine langfristige Partnerschaft zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zum Ziel haben und dem vom Bundesforschungsministerium formulierten Slogan

SERVICE MADE IN GERMANY

Rechnung tragen sollen. Die BMBF-Förderungen zum Thema Dienstleistungen speziell im Maschinen- und Anlagenbau beziehen sich vor allem auf Themenfelder der Integration von Produktion und Dienstleistung, wie

– Optimierung des Dienstleistungsportfolios und des Dienstleistungsmanagements zur Erhöhung des Gewinnbeitrags produktionsnaher Dienstleistungen
– Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle für Dienstleistungs-Bündel und hybride Leistungen, die auf neuen Formen der Arbeitsteilung in neuen Wertschöpfungsarchitekturen, aber auch in neuen Erlös- und Nutzenmodellen basieren
– Neue Angebote für produktionsnahe Dienstleistungen
– Konzepte zur Integration produktionsnaher Dienstleistungen in das strategische Unternehmensmanagement

Nach den BMBF-Darstellungen sollten Dienstleistungsangebote vor allem folgende Potentiale aufweisen bzw. Kriterien erfüllen:

– Transparenz der Kostenstruktur, effizientes Controlling im Unternehmen und in globalen Servicenetzwerken
– Anpassungsfähigkeit der Dienstleistungen an veränderte Produkt  und Fertigungsaufgaben; etablierte Innovationsprozesse für das Anbieten kompletter Problemlösungen
– Modularität und Rekonfigurierbarkeit in vereinbarten Standards
– Kundenindividuelle Servicepakete in Verbindung mit Investitionsgütern
– Verallgemeinerungsfähige Lösungen zur Verbesserung und Aufrechterhaltung der Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit von Produktionsmaschinen und –anlagen
– Neue Formen der Zusammenarbeit mit Kunden
– Erhöhung des Kundennutzens vor, während und nach der Nutzungsphase der produkte
– Integration der Planung und Steuerung sowie der Wertschöpfungsprozesse für Produkte und produktionsnahe Dienstleistungen (hybride Lösungen)

Die MAINTAIN 2012 in München zeigt in diesen Tagen, daß die deutsche Industrie zur Erfüllung der  Bestrebungen zur Internationalisierung und zur Steigerung der Exportfähigkeit industrieller Dienstleistungen hervorragend aufgestellt ist. Konkrete Analysen über den Grad der „Vollkommenheit“  können weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen.

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