Mach’s noch einmal, Sanders – Feel zum Abschied noch einmal the Bern

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Bernie Sanders oder "Feel the Bern" 2016. Quelle: Twitter

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Der parteilose aber der Fraktion der Demokratischen Partei angehörende Bernard „Bernie“ Sanders, der wie Donald Trump (Republikanische Partei) in New York City geboren wurde, allerdings 1941 und nicht 1946, befindet sich auf Abschiedstournee durch die Vereinigten Staaten von Amerika (VSA).

Dort läuft der Vorwahlkampf, denn am 3. November 2020 soll Präsidentschaftswahl in den VSA sein. Der seit 2007 für den Bundesstaat Vermont im VS-Senat siegte nun in New Hampshire und verwies Konkurrent Pete Buttigieg, der beim chaotischen Auftakt in Iowa knapp gewann, auf den zweiten Platz. Siehe dazu den Artikel Vorwahl-Debakel bei den Demokraten in Iowa, VSA – Sind wieder die Russen schuld? von Paul Puma.

Elizabeth Warren und Joe Biden wurden abgestraft und dürften, wie in der „Tagesschau“ (12.2.2020) der ARD berichtet wird, „bei den Delegiertenstimmen“ leer ausgehen. Unter der Überschrift „Sieg für Sanders – Schlappe für Biden“ wird mitgeteilt, dass der 78-jährige Sanders “ „den gefährlichsten Präsidenten der jüngeren Geschichte“ schlagen wolle und gedenke, „unser Land umzubauen“.

Doch derzeit herrscht in den VSA quasi Vollbeschäftigung und der Jobmotor läuft auf Hochtouren. Trump zu schlagen, das wird schwer. Und auch gegen das Establishment der Demokratischen Partei, die beim letzten Mal die Kür des Kandidaten massiv beeinträchtigen, Bernie Sanders betrogen, die Öffentlichkeit belogen und Hillary Clinton installiert, dürfte es nicht leichter werden.

Dass Sanders gegen Clinton in New Hampshire „bei den letzten Vorwahlen 2016 … noch 60 Prozent der Stimmen“ erreichte, das wird im „Spiegel“ (12.2.2020) mitgeteilt. Unter dem Titel „Vorwahl in New Hampshire – Sanders siegt, Biden flieht“ von Roland Nelles und Ralf Neukirch berichtet, dass „sich der linke Polit-Veteran“ Sanders „sicherlich mehr erhofft“ habe. Doch habe er Vorteile: „Er ist für eine lange, harte Wahlschlacht um die Präsidentschaftskandidatur bestens vorbereitet. Schon jetzt kann er praktisch in allen Staaten auf eine solide Unterstützerbasis verweisen. Er sammelt das meiste Geld von Kleinspendern ein und ist im ganzen Land eine bekannte politische Marke.“

Doch für die dürfte es der letzten Vorwahlkampf seines Lebens sein. Mit anderen Worten: Feel zum Abschied noch einmal the Bern.

Der Konkurrenzkampf gegen Buttigieg und Amy Klobuchar dürfte ermüdend werden, allerdings sich auch der Rest vom Schützenfest früher oder später verabschieden. Andrew Yang und Michael Bennet sagten jetzt leise Servus. Biden und Warren werden folgen. Mit Spannung wird jedoch der Einstieg von Michael Bloomberg in den Vorwahlkampf erwartet, der aus seiner Sicht am Super Tuesday, wenn am 3. März in 14 VS-Bundesstaaten gewählt wird, zu einem legendäre Aufstieg werden solle. Auf jeden Fall wird sich anschließend viel Spreu vom Weizen trennen.

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