Berlin, BRD (Weltexpress). Vor 21 Jahren verfaßt, trifft offenbar heut genauso zu, beim Blick auf Frankreich, Italien, Spanien – und Deutschland?

Wohin sind die Bilder der Lyrik entschwunden?
Vom Drama verfolgt in unzählig Wunden
Blieb Pegasus, scheint nur das Firmament,
Woraufhin im Sehnen die Menschheit getrennt.

Der Flügelschlag fehlt, der sie geistig erhob,
Der die Weitsicht pries, mehr als Hymne und Lob,
Mit Taten, die das Leben lebenswert machen
Durch Liebe, Frohsinn und Kinderlachen.

Hat Zeit noch die Menschheit für eigne Gedanken,
Nicht fesselt der Mammon sie ewig in Schranken?
Letztlich bleibt die Natur ihr der einzige Hort,
In welcher sie krönt sich mit Tat und Wort.

Die Gebrechen bestehen, sich nicht zu erkennen,
Dank Paragraphen beim Morden und Brennen.
So Teile und Herrsche uns weiterzerstört,
Bleibt, daß der Tod bloß das Ende erhört.

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von E. Rasmus wurde 2005 in Berlin geschrieben.

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