Krieg im Kaukasus – Aserbaidschan greift Arzach an

Friedlich und vereint: Oma und Opa als Monument auf einer Anhöhe bei Stepanakert (aserbaidschanisch/ türkisch Xankəndi) in Bergkarabach. Quelle: Pixabay, Foto: tatyanakoltsova

Baku, Aserbaidschan; Stepanakert, Bergkarabach (Weltexpress). Dass heute Morgen Aserbaidschan die unabhängige Republik Arzach (bis 2017 Bergkarabach) angegriffen hat, das ist dem türkischen Sultan, auch Präsident genannt, zu verdanken. Ohne das Geld für Öl und die Waffen für Geld der Erdogan-Türkei könnte dessen aserbaidschanischer Vasall Ilham Hejdar, auch Alijev genannt, den Angriff nicht befehlen.

Alijev lässt sich sich zwar Präsident nennen, regiert aber seit 2003 in Baku wie ein Monarch, man darf auch Diktator sagen. Als solcher kann er sich muselmanische Söldner, vor allem Dschihadisten aus Syrien und Libyen, leisten.

Schon jetzt ist klar: Es ist die schlimmste Eskalation im Konflikt zwischen #Armenien und #Aserbaidschan seit langem. Ob es zu einem #Krieg kommt, hängt von Russland und der Türkei ab.#Kriegszustand #Armenia #Erdogan pic.twitter.com/yBLUBuxNDp

— Patrick Diekmann (@patdiekmann) September 27, 2020

In „Spiegel“ (27.9.2020) wird unter der Überschrift „Militärische Eskalation im Kaukasus – Außenminister Maas fordert Ende der Kämpfe um Bergkarabach“ darüber informiert, dass „zwischen Armenien und Aserbaidschan … schwere Gefechte“ ausgebrochen seien. Zudem heißt es: „Am Morgen startete Aserbaidschans Militär, so die armenischen Angaben, Bombenangriffe auf die Region. Daraufhin erklärte Armenien die Generalmobilmachung und verhängte das Kriegsrecht. Die Eskalation ist die schwerste seit Jahrzehnten.“

Zudem wird der türkische Kriegsminister Hulusi Akar zitiert: „Wir werden unsere aserbaidschanischen Brüder mit allen unseren Mitteln in ihrem Kampf zum Schutz ihrer territorialen Integrität unterstützen.“

Was Erdogan auch von der OSZE, die 1994 einen Waffenruhe vereinbarte, hält, das zeigt er wieder einmal auch für die Merkel-Regierung in Berlin, die ihm zu Füßen kriecht, deutlich.

„Konflikt um Berg-Karabach – Armenien wertet Kämpfe als Kriegserklärung“ lautet der Titel in „T-Online“ (27.9.2020) und darunter wird mitgeteilt, dass „Aserbaidschan … in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Kontrolle über das Gebiet verloren“ hatte. „Berg-Karabach wird heute von christlichen Karabach-Armeniern bewohnt. Seit 1994 gilt eine brüchige Waffenruhe. Das völlig verarmte Armenien setzt auf Russland als Schutzmacht, die dort Tausende Soldaten und Waffen stationiert hat. Erst am Wochenende hatte Eriwan ein gemeinsames Militärmanöver mit Moskau beendet. Das öl- und gasreiche Aserbaidschan hat die Türkei als verbündeten Bruderstaat.“

Gut möglich, dass die Russen als Schutzmacht eingreifen. Letztendlich würden die Russen gegen das NATO-Mitglied Türkei kämpfen.

Dass die Merkel-Regierung deswegen aus der NATO austritt, das wird nicht geschehen. Sie beziehungsweise ihre Kriegsministerin wird eher die Deutschen als Vasallen der VSA an der Seite der Türken befehlen und weiter Milliarden direkt und indirekt an die Erdogan-Türkei überweisen lassen.

Vorheriger ArtikelUnion „schlottert“ sich zu wichtigen Toren
Nächster ArtikelGroßstadtflair und feine Speisen sowie ausgesuchte Weine im Ristorante a Mano in Berlin