Kletterkünstler und cooles Reisemobil – Den Skoda Yeti gibt es nach seiner Überarbeitung nun mit zwei Gesichtern

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© Skoda

Neu ist, dass das kompakte SUV nun in zwei eigenständigen Designversionen angeboten wird – als Yeti Outdoor im leichten Gelände-Look und als eleganterer Yeti für das urbane Umfeld. Alle Motoren und Getriebe sowie Front- und Allradantriebe sind für beide Varianten erhältlich. Optisch überarbeitet wurde neben dem Heck vor allem die Frontpartie – mit neu gestalteten kantigen Hauptscheinwerfern und einem Kühlergrill mit aufrecht stehenden Lamellen.

Bei der Stadtvariante sind der vordere Stoßfänger sowie die Seitenschutzleisten komplett in Wagenfarbe lackiert. Beim Yeti Outdoor sind sie dagegen klar abgesetzt, und er rollt mit einem farblich abgesetzten, hochgezogenen Unterfahrschutz an. Die Stadt-Yeti Exemplare sind bereits im Handel, zu Preisen zwischen 18 990 Euro und 35 690 Euro. Der Offroadlook der Outdoor-Yetis, die ab Februar zu haben sind, kostet jeweils 200 Euro extra.

Gleich, welche Version bevorzugt wird – der Yeti ist ein robustes Fahrzeug mit aktuellem Skoda-Familiengesicht, Steilheck und kurzen Überhängen, großen Rädern sowie 18 Zentimetern Bodenfreiheit und 30 Zentimetern Wattiefe. Er kann sich nicht etwa nur, wie sein legendärer Namensgeber, auf Eis- und Schneeflächen manierlich bewegen. Er nimmt es auch mit Geröll und Sand, mit ausgefahrenen Waldwegen und steilen Hängen auf.

© SkodaDafür wird gegen Aufpreis von 80 Euro ein per Tastendruck aktivierbares Geländefahrprogramm mit ABS-Anpassung, Antriebsschlupfregelung, elektronischem Sperrdifferenzial und Bergabfahrassistent angeboten – und zwar für beide Yeti-Versionen. Geht es nach dem Gelände-Ausflug wieder in die Zivilisation, braucht man den Yeti nur vom Schlamm befreien – und schon benimmt er sich wie ein durchaus komfortabler Reisewagen.

Der Yeti wird in vier Ausstattungsvarianten angeboten. Serienmäßig zum Einstiegspreis sind unter anderem ein neues höhen- und längenverstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sowie die komplette Sicherheitsausstattung an Bord. Doch in der Basisausstattung Active werden weder Klimaanlage noch Radio geliefert. Die gibt es erst in der nächsten Ausstattungsstufe Ambition für 21 790 Euro. Wer ein fest installiertes Navi ordert, zahlt dafür bis zu 1980 Euro – doch es ist in seinen Reaktionen eindeutig zu langsam. Gerade im Stadtverkehr ist das ärgerlich.

4,22 Meter ist der Yeti lang – das ist eher kurz im Vergleich mit dem Wettbewerb. Dennoch bietet er in seinem fast rechteckigen Innenraum überraschend viel Platz für bis zu fünf Passagiere und deren Gepäck, von dem je nach Stellung der Rücksitze 405 Liter bis 1760 Liter untergebracht werden können. Das Beladen selbst schwerer und sperriger Güter ist kein Problem – der Yeti verfügt über eine niedrige Ladekante und eine weit öffnende große Heckklappe. Bei einem solchen Fahrzeug ist aber durchaus auch interessant, wie viel er zuladen oder gegebenenfalls an den Haken nehmen kann. Maximal dürfen 545 Kilogramm zugeladen und 1,6 Tonnen gezogen werden – das sind schon respektable Werte für ein kompaktes Fahrzeug.

© SkodaErste Probefahrten mit dem neuen Yeti machen Spaß. Man sitzt bequem, angenehm hoch und hat eine gute Übersicht. Es geht zügig voran – selbst mit dem kleinsten Benziner, einem 77 kW/105 PS starken 1,2-Liter Vierzylinder mit Turbo und Direkteinspritzung, der erstaunlich kultiviert arbeitet. Dank seines maximalen Drehmoments von 175 Nm, das bereits bei 1550 Touren anliegt, lässt es sich schaltfaul fahren. Den Verbrauch gibt Skoda mit 6,1 Litern an – in der Praxis sollte man mit etwa einem Liter mehr pro 100 Kilometer rechnen. Doch das geht voll in Ordnung.

Außerdem werden zwei weitere Benziner angeboten: der 1,4-Liter-TSI mit 90 kW/122 PS und der 1,8-Liter-TSI mit 118 kW/160 PS, den es nur in Kombination mit Allradantrieb gibt. Kleinster Selbstzünder ist der 1,6-Liter-TDI mit 77 kW/105 PS. Der 2,0-Liter-Turbodiesel ist in den drei Leistungsstufen 81 kW/110 PS, 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS verfügbar. Alle drei können mit dem Sechsgang-DSG-Getriebe sowie Allradantrieb kombiniert werden, wobei der stärkste Selbstzünder ausschließlich in der 4×4-Version erhältlich ist.

Dank seiner kompakten Maße ist der Yeti wendig und kann sich auch in kleine Parklücken zwängen. Das Fahrwerk ist bestens abgestimmt, so dass zum einen ein hoher Reisekomfort gewährleistet ist. Zum anderen geht der Yeti durchaus auch gern mal in die Kurve und kann sie mit Bravour nehmen –  keine Selbstverständlichkeit bei solch einem Auto.

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