Krieg, Klagen und Kabale in Afghanistan – Weniger Moneten aus Washington für das Kabuler Marionettentheater

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Vier auf einem Moped in Kabul, Afghanistan. Quelle: Pixabay

Kabul, Afghanistan (Weltexpress). Afghanistan ist seit dem Abzug der Roten Armee ein gescheiterter Staat. Moskau versucht mit seinen Truppen die Lage im Land, das nach der Revolution von 1978, in dem Köpfe der Bourgeoisie und Oberschicht rollten, weiter säkularisiert werden sollte, für die Regierung unter Nur Muhammad Taraki, der durch die von Moskau unterstützte Revolution 1978 an die Macht kam, zwischen 1979 und 1989 zu stabilisieren.

Die VSA mit Saudi-Arabien und mehreren Mitgliedern der mohammedanisch-arabischen Bourgeoisie wiederum taten sich mit Teilen der afghanischen Bourgeoisie und diversen muselmanischen Milizen zusammen, um gegen die Sowjetunion und ihren Marionetten in Kabul, die sich nicht mehr gegen die Mudschahedin wehren konnten, in den Krieg zu ziehen. Als die Flugzeuge und Hubschrauber nur so vom Himmel fielen, fiel auch die Kinnlade im Kreml und 1989 die Klappe zum Horrorfilm am Hindukusch.

Auch die beiden Bürgermeister von Kabul, der eine mehr, der andere weniger eine Marionette der VSA, können sich kaum gegen die Taliban und andere Feinde, darunter Milizionäre des Islamischen Staates (IS), zur Wehr setzen, weswegen sogar die bemitleidenswerte Bundeswehr helfen muss. Dennoch sind sich Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah Spinne Feind, aber der IS weder des einen noch des anderen Freund. Da wird wohl viel Schmiergeld fließen müssen, damit diese beiden Kapitalfraktionen sich erneut anschleimen.

Unter der Überschrift „Afghanistan: Mindestens 25 Tote bei Angriff auf Sikh-Tempel“ wird in „Zeit-Online“ (25.3.2020) mitgeteilt, dass in „Kabul … IS-Terroristen einen Sikh-Tempel gestürmt und dabei mehr als 100 Geiseln genommen“ hätten. „Zahlreiche Menschen sind dabei getötet worden.“ Ferner heißt es: „Regelmäßig werden Sikhs und Hindus angegriffen.“ Stimmt, und sie sind nicht die einzigen.

Die Klagen in Kabul und umzu sind wieder einmal so groß wie die Korruption nach der Invasion und Okkupation durch Truppen der VSA und Truppen von Vasallenstaaten. Die Invasoren und Okkupatoren mögen sich die Kabale in Kabul offensichtlich nicht länger ansehen.

Unter dem Titel „USA kürzen Hilfsgelder für Afghanistan um eine Milliarde“ wird in „Kleine Zeitung“ (24.3.2020) informiert, dass die VSA „eine Milliarde Dollar (933,97 Mio. Euro) an Hilfsgeldern“ genannte Subvention für das Kasperle- beziehungsweise Marionettentheater in Kabul gestrichen hat. Weiter wird mitgeteilt, dass Mike Pompeo als amtierender Außenminister der VSA „am Montagabend mit, Ghani und Abdullah“ gesprochen hätte und diese „ihm deutlich gemacht“ hätten, „dass sie sich dieses Mal nicht auf eine Einheitsregierung hätten verständigen können. Die USA seien darüber enttäuscht. ‚Die Vereinigten Staaten sind weiterhin überzeugt, dass eine politische Einigung die einzige Lösung des Konflikts ist.‘

Bei seiner Rückreise traf Pompeo im Golfemirat Katar auch den Taliban-Vizechef Mullah Abdul Ghani Baradar. Beide Seiten hätten in Doha die innerafghanischen Gespräche und einen dauerhaften Waffenstillstand angesprochen, hieß es in einer Mitteilung der Taliban.“ Die Taliban fordern weiter: „Yankee go home!“

Die Stimmen für einen Abzug der Yankee-Imperialisten werden allerdings auch an der Wall Street und in Washington lauter.

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