Internationales Engagement in Mali gescheitert

Mali und mehr. Quelle: Pixabay, Foto: Peggy und Marco Lachmann-Anke

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die jüngsten Ereignisse in Mali zeigen erneut, dass das langjährige Engagement der internationalen Gemeinschaft in dem westafrikanischen Land keine nachhaltigen Erfolge erzielen konnte. Die malische Regierung hat es nicht geschafft – trotz massiver Unterstützung aus dem Ausland – das Land zu stabilisieren. Ausgerechnet das Militär, welches seit sieben Jahren auch von deutschen Bundeswehrsoldaten ausgebildet wird, wirft nun die immerhin halbwegs demokratisch gewählte Regierung in Bamako über den Haufen. Nur wenige Stunden haben dafür ausgereicht.

Die jetzt zu hörenden Appelle, unter anderem von Außenminister Maas, nach einer Wiederherstellung der verfassungsgemäßen Ordnung sind ein Zeichen der Ohnmacht. Die westliche Wunschvorstellung, einen demokratischen Nationalstaat in Mali zu errichten, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Dafür ist das Land ethnisch und kulturell viel zu heterogen. Ohnehin war es um die demokratische Kultur in Mali nie gut bestellt. Vor der letzten Parlamentswahl wurde sogar der Vorsitzende einer Oppositionspartei entführt – er ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Überraschenderweise spielte dies in den deutschen Medien kaum eine Rolle.

Inmitten des Umsturzes sitzen nun rund tausend Bundeswehrsoldaten in ihren Feldlagern fest und warten die Ereignisse ab. Die AfD-Fraktion hat schon lange auf die Afghanisierung der sich verschärfenden Sicherheitslage in Mali aufmerksam gemacht und einen Abzug der deutschen Truppen gefordert. Der gestrige Putsch hat die Richtigkeit unserer Forderung erneut bestätigt. Stattdessen sollten wir Afrika lieber den Afrikanern überlassen.

Anmerkung:

Vorstehender Text von Armin-Paulus Hampel wurde von der Pressestelle der AfD-Fraktion im Deutschen Bundetag am 19.8.2020 zur Mittagszeit an uns gesendet.