Im tiefsten bundesdeutschen Mittelalter – Von der Helle des Mittelalters zeugen zwei eindrucksvolle Ausstellungen in Braunschweig und Magdeburg, die beide das Stichdatum 2009 tragen, auf das wir die Weltgeschichte hin abklopfen, Teil I/III

Gewölbemalerei Dom St. Blasii Detail.

Frankfurt am Main (Weltexpress) – Warum wir uns trotz der Jahreszahl 2009 im Mittelalter wähnen, wie unser Sprachgebrauch unhistorisch für mangelnde Übersicht ausdrückt, hat schlicht damit zu tun, daß der Fürstenneid und die Kleinstaaterei der Deutschen auch heute noch fröhliche Urstände feiert. Man glaubt es nicht, vor allem, wenn man dazu die ausländischen Kulturtouristen hört, denn den Deutschen ist mangelnde Zusammenarbeit in kulturellen Angelegenheiten längst in Fleisch und Blut übergegangen, also bekannt – und das hat nichts mit dem Kulturförderalismus zu tun, sondern? Wir wissen es nicht! Wir wissen nur, daß es räumlich sehr nah beieinander zwei herrliche Ausstellungen „Otto IV.“ und „Aufbruch in die Gotik“ mit völlig unterschiedlichen Schwerpunkten, aber einer gemeinsamen Zeitschiene – so heißt das unhandliche Wort – gibt.

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