Hotelzimmer zu Heimbüros! – Mit Sandalen und Schlepptop im Sandals Royal Barbados-„Büro“

Arbeit und Urlaub unter Palmen an einem Sandstrand von Barbados in der Karibik, genauer: im Sandals Royal Barbados. © 2020, Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow

St Lawrence Gap, Barbados (Weltexpress). Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Warum nicht?! Immer ärger gebeutelte Reiseveranstalter kommen auf die Idee, vom Lockdown genannten Herunterfahren der Wirtschaft in deutschen Landen verärgerte Bürger mit einem neuen Angebot zu locken.

Hotelzimmer zu Heimbüros an schönen Stränden, Traumstränden in den Tropen. Mit dem Laptop im Resort einer Lagune oder mit dem Notebook am Nacked Beach unter der sengenden Sonne des Südens, dazu kühle Coktails mit oder ohne Alkohol, eine Schale mit den leckersten Früchten dieser Welt… Das ist nicht nur verlockend, das ist wunderbar und für viele Lohnarbeiter in Leistungsgesellschaften verlockend. Raus aus dem grauen Alltag, rein ins (Urlaubs-)Paradies.

Korrespondenzen führen mit Kollegen in der Kälte, das alles geht, wenn unter Palmen und am Pool ein starkes Netzwerk angeboten wird, in dem sich mobiler Benutzer über eine drahtlose (Funk-)Verbindung mit einem lokalen Netzwerk auch für längere Zeit kurzschließen können. Im Sandals Royal Barbados sowie im Sandals Barbados funktioniert das gefühlt auf dem gesamten Gelände, einer großzügigen parkähnlichen Anlage mit viel Grün und blühenden Blumen, gut, sehr gut.

Zwar haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Minister der Altparteien CDU, CSU und SPD von touristischen Reisen abgeraten, aber für Dienstreisen zum Heimbüro gilt das nicht. Und das ist gut so!

Die TUI, der vielleicht noch immer größte Touristik-Konzern Europas, startet ab sofort im Robinson Club Quinta da Ria in Portugal das Projekt Hotelzimmer zu Heimbüros. Aus Hannover, von wo aus der Konzern verwaltet wird, ist zu vernehmen, dass weitere Clubanlagen auf Fuerteventura, in der Türkei und auf Mallorca folgen sollen.

Bernd Mäser, Robinson-Club-Geschäftsführer, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Die ersten Buchungen liegen bereits vor… Wir starten in Gebieten mit einem derzeit sehr geringen Infektionsgeschehen. Je nachdem, welche weiteren Clubs bereist werden können, bauen wir das Angebot aus.“

Gering ist das Infektionsgeschehen auch auf Barbados in der Karibik. 232 Fälle seien den Behörden bekannt. 222 davon genesen und nur sieben Verstorbene gelten als Coronatote. Auch das Auswärtige Amt in Berlin teilt nach wie vor mit, dass „Barbados von COVID-19 bislang kaum betroffen“ sei.

Zurück zur TUI und dem „Workstation“ genannten Projekt, das ein aparter Mix aus Arbeit und Urlaub sein solle und zu dem es in „Sputnik“ (2.11.2020) unter der Überschrift „Home-Office am Traumstrand“ heißt: „Warum nicht dem nasskalten Herbstwetter in Deutschland entfliehen und Angenehmes mit Nützlichem verbinden? Die für das Konzept ausgewählten Zimmer in ruhiger Lage werden nach den Wünschen der Gäste so ausgestattet, dass einem reibungslosen Arbeitsablauf nichts im Wege steht. Ob schnelle und stabile Internetverbindung für Videokonferenzen oder der ergonomische Schreibtischstuhl im separaten Büroraum neben dem Schlafzimmer – alles wird möglich gemacht. Bei Bedarf stehen gegen Gebühr auch voll ausgestattete Konferenzräume sowie Zusatztechnik und IT-Unterstützung bereit.“ Nicht verschwiegen wird, dass sich „das Angebot … vor allem an berufstätige Langzeitgäste, die mobil arbeiten und gleichzeitig die Vorzüge der angenehmen Urlaubsatmosphäre nutzen möchten“ richten würden. Die Preise dafür würden angeblich „bei 67 Euro pro Person pro Nacht im Doppelzimmer“ beginnen.

Und wie so oft gibt es nach oben in Preisen und Leistungen kaum eine Grenze. Das gilt auch für das Sandals Royal Barbados, wo Luxus pur in allen Suiten geboten wird. Nun, Zimmer gibt es wirklich nicht in dieser Destination für den Jet Set, sondern nur Suiten und Villen. Sandals Royal Barbados wäre Homeoffice in seiner opulenten und also sehr reichlichen und von vorzüglicher Qualität gekennzeichneten Art. Darüber demnächst mehr im WELTEXPRESS.

Ob Merkel und ihre Minister das Konzept Hotelzimmer zu Heimbüros gut und schön finden? Und wie sieht das ein eventueller „Arbeitgeber“, der die Arbeitskraft kauft und richtig gute Resultate und nicht (Urlaubs-)Bräune sehen will? Gilt diese Weise der Heimarbeit als Arbeit oder als Urlaub?

Diese und weitere Fragen stellen sich, wenn man weiß, dass am neuen zeitweiligen Heimarbeitsort „alle weiteren Urlaubsangebote und Unterhaltungsprogramm mit Musik und Mojito angeboten werden. Doch wie immer dürfte auch dies Verhandlungssache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein.

Mit Sandalen und Schlepptop im Sandals Royal Barbados-„Büro“. Für mich kein Problem!