Berlin, BRD (Weltexpress).
Kalt gleißt Licht über die Erde.
Schatten wärmen das Gemüt.
Wind trägt ein Geräusch von Ferne
Sehnsuchtsvoll doch ruhelos,
Weil die Heimat mir nicht blieb.
Warum, liebe Sonne nur
Spendest du dein Licht dem Mond ?
Und wenn du am Tage scheinst,
Sehn ich mich nach nächt‘gem Schatten,
Da dein Licht alles betont.
Zeigen Wolken ihre Künste
Und verdunkeln gar mit Macht,
Naht die lang ersehnte Frische,
Atmet die Natur sich selbst.
Nur der Mensch empfindet Nacht.
Nacht, oh Nacht - die Sonne scheint,
Nur im Tunnelblick zu sehn.
Mondsüchtig so wandern wir,
Ziellos und geblendet gar.
Wann nur können wir versteh’n?
Anmerkung:
Vorstehender Beitrag von E. Rasmus ist eine veränderte Fassung. Das Gedicht wurde am 4.6.2004 in Berlin geschrieben.
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