Erstunken und erlogen? – Merkel-Regierung redet sich bei Nord Stream 2 um Kopf und Kragen

Kanzleramt in Berlin.
Ein Blick aufs Kanzleramt in Berlin. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Lüge und Hetze pur, wenn es um Milliarden geht. Wird auch ganz oben gelogen und betrogen: sogar bei der Merkel-Regierung?

Unter dem Titel „Um Putin-Pipeline zu retten – Regierung erfindet Abkommen zwischen Kiew und Moskau“ teilt Julian Röpcke in „Bild“ (22.12.2019) mit, dass sich die Bundesregierung, die aus einer CDU-Kanzlerin und Ministern der Altparteien CDU, CSU und SPD besteht, „offenbar ein Abkommen zwischen der Ukraine und Russland“ ausdachte, dass es nie gab.

Weiter heißt es: „BILD liegt ein Schreiben des Auswärtigen Amtes an Vertreter der US-Regierung vor, in dem behauptet wird, die Ukraine und Russland hätten sich auf einen Gastransit-Vertrag ab dem 1. Januar geeinigt. Dies, so die Groko-Argumentation, würde Sanktionen gegen Nord Stream 2 unnötig machen. Zum Zeitpunkt des Schreibens liefen die Verhandlungen aber noch.“

Abgesehen davon, dass das keine „Putin-Pipeline“ ist, sondern eine Gaspipeline, die von der Russischen Föderation durch die Ostsee südlich von Bornholm auf dem Boden der Pommerschen Bucht nach Lubmin läuft, soll es das zum neuesten Lug und Trug der Merkel-Regierung in Sachen Nord Stream 2 an dieser Stelle gewesen sein.

Immerhin gibt es auch Gutes zu vermelden. „Sputnik“ (23.12.2019) teilt unter der Überschrift „Nord Stream 2: BSH genehmigt Verlegung in deutschen Gewässern in Wintermonaten“ mit, dass „das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie … den Antrag des Konsortiums Nord Stream 2 zum Pipeline-Bau in den Wintermonaten in deutschen Gewässern genehmigt“ habe.

In der „NOZ“ (23.12.2019) heißt es unter „Ostsee-Pipeline – Nord-Stream-2-Bau geht auch im Winter weiter – Keine Angaben zu Sanktionen“: “ Bei der Genehmigung sei es um ein neues Zeitfenster für die Verlegung der Rohrleitungen auf einer verbleibenden Strecke von 16,5 Kilometern in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Anfang 2020 gegangen, teilte das BSH am Montag mit. Dafür sei ein Zeitraum von zweimal fünf Tagen für zwei Stränge veranschlagt worden. Die AWZ umfasst eine Zone von 200 Seemeilen direkt vor der Ostsee-Küste.“

Immerhin kuscht die Behörde der BRD nicht wie die Kapitalisten der Allseas Group S.A. vor den VSA. Siehe dazu den Artikel Wirtschaftskrieg: Amis gegen Deutsche und Russen – Kuschen die Kapitalisten der Allseas Group S.A. vor den VSA? von Ulf Peter.