Erster Boxer-Diesel mit stufenloser Automatik – LuK und Subaru haben gemeinsam das CVT-Getriebe Lineartronic entwickelt

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© LuK

Ab sofort wird auch eine CVT-Automatik in Kombination mit einem Boxer-Diesel angeboten – im Subaru Outback 2.0D Lineartronic. Das stellte eine besondere Herausforderung dar, denn das CVT-Getriebe herkömmlicher Art ist für das hohe Drehmoment dieses Motors nicht geeignet.

Der 2,0-Liter-Subaru-Boxer-Turbodiesel stellt sein maximales Drehmoment von 350 Nm zwischen 1600 und 2400 U/min zur Verfügung und benötigt eine Lineartronic, die speziell für eine höhere Kraftübertragung ausgelegt ist und über sieben Schaltstufen verfügt. Bei der von Subaru gemeinsam mit dem Zulieferer Luk entwickelten Lineartronic mit kompakten Maßen und zugleich großer Spreizung wurde dafür unter anderem das Getriebegehäuse verstärkt und die Laschenkette optimiert. Außerdem kommt ein größerer Drehmomentwandler zum Einsatz.

Subaru bietet damit weltweit das erste stufenlose Automatikgetriebe in Verbindung mit einem Boxer-Diesel-Motor an. Es kann in Kombination mit bis zu 220 kW/300 PS starken Motoren, die ein maximales Drehmoment von 400 Nm nicht übersteigen, eingesetzt werden – so eben auch mit dem Boxer-Diesel-Triebwerk von Subaru mit einer Leistung von 110 kW/150 PS und. wie erwähnt, 350 Nm Drehmoment.

© LuKLuK liefert für die Lineartronic unter anderem die CVT-Kette. Seit der ersten Markteinführung dieses Zulieferteils für den Hochdrehmomentbereich haben sich dessen Eigenschaften in der Fachwelt herumgesprochen: Neben der Eignung für hohe Leistungen und Drehmomente – beziehungsweise hoher Leistungsdichte bei kompakten Getriebeabmessungen – steht auch der hohe Wirkungsgrad im Fokus. Dementsprechend ist die LuK-Laschenkette mittlerweile bei drei internationalen Fahrzeugherstellern in Europa und Asien im Großserieneinsatz.

Und CVT-Getriebe erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit: So stieg die weltweite CVT-Produktion kontinuierlich auf heute fast sieben Millionen Einheiten pro Jahr an, was 12,5 Prozent aller Fahrzeuge mit Automatikgetriebe entspricht. Und auch die weltweit steigenden Anforderungen in punkto Emissionen und Verbrauch sprechen für den Einsatz eines CVT-Getriebes. Denn durch die stufenlose Anpassung der Übersetzung ohne Zugkraftunterbrechung kann der Motor stets im verbrauchsgünstigsten Kennfeldbereich betrieben werden. Daraus ergeben sich Verbrauchswerte auf dem Niveau von optimal bedienten Handschaltgetrieben.

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