Dokumentation: „Der Westen sollte Russland richtig wehtun“ und bestenfalls erobern (Joseph Fischer)

Soldaten der US-Armee.
Soldaten der US-Armee. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Marco Henrichs, der Ex-Triathlet und Trainer, weiß, daß „wer sich für Russland einsetzt, nicht nur Freunde“ hat. Als ein Freund dürfte Marco Henrichs gelten, der sich für die Verständigung von Deutschen und Russen einsetzt.

Russen und Russland haben nämlich Feinde, auch in deutschen Landen. Zu den Feinden Russlands gehören vor allem die Atlantiker, die Vasallen der Anglo-Amerikaner, die es vor allem in den Parteien CDU und CSU gibt, aber auch in SPD und FDP und – keine Frage – besonders bei den Olivgrünen oder Bündnisgrünen genannten Mitgliedern der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Einer dieser Olivgrünen ist Joseph „Joschka“ Fischer. Diesem Herrn Fischer, der unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Vizekanzler und Außenminister war, beide öffneten die Büchse der Pandora mit ihrem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Bundesstaat Jugoslawien, schrieb Marco Henrich kürzlich einen offenen Brief.

Im WELTEXPRESS wird dieser Offene Brief mit dem Betreff „J. Fischer: „Der Westen sollte Russland richtig wehtun“ und bestenfalls erobern“ dokumentiert.

Sehr geehrter Herr Fischer!

Ihr jüngstes Interview im Spiegel, in dem Sie erneut in grüner Manier gegen Russland mit dem Säbel rasseln, hat mich motiviert, Ihnen diesen offenen Brief zu schreiben.

In Russland wird der heutige 9. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus gefeiert. Von Ihnen, Herr Fischer, sowie aus Ihrem Parteilager von Bündnis 90/Die Grünen kommen gebetsmühlenartig Sätze wie, dass „jede Art von Faschismus bekämpft“ werden muss. Einen Kampf, den ich nur dann befürworte, wenn er ehrlich und aufrichtig ist. Denn was ich nicht für gutheißen kann, dass u. a. der Holocaust auch aus Ihren grünen Reihen dafür missbraucht wird, um sich einerseits besser zu positionieren und andererseits Andersdenkende mundtot zu machen. Erschreckend ist dabei die Entwicklung in meinem Heimatland Deutschland, was und wie schnell mittlerweile schon alles als Faschismus betitelt wird. Teilweise fernab vom gesunden Menschenverstand. Aber kommen wir zum tatsächlichen Faschismus und damit zu Ihnen, Herr Fischer.

Die deutsche Wehrmacht hatte im Zweiten Weltkrieg über 27 Millionen Tote in der ehemaligen Sowjetunion zu verantworten. Diese war damit die Nation mit der mit Abstand größten Todeszahl. 27 Millionen tote Sowjetbürger, die bei Ihnen und Ihren Parteigenossen beim Kampf gegen den Faschismus keinen Platz finden. Im Gegenteil sind es gerade Sie und Ihre Parteispitze, die keine Gelegenheit auslassen, Russland als Feind zu stigmatisieren. In meinen Augen ist das täglich gelebter grüner Faschismus gegenüber Russland.

Vom Kriegsverbrecher zum transatlantischen Moralapostel

Ein Motiv Ihrer negativen Haltung zu Russland sind vermutlich u. a. Ihre transatlantischen Geschäftsbeziehungen. Beispielsweise Ihre Verbindungen zu Goldman Sachs oder als Berater für ein Unternehmen der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright. Die Dame hatte im Übrigen durch ihr Totalembargo im Irak 500.000 tote Kinder zu verantworten. Ich wüsste hier kein ähnliches Verbrechen seitens der Russischen Föderation. Aber es gibt halt Dinge im Leben, darüber spricht man ungern, und solche, da kann man nicht laut genug hetzen.

Um in diesem Zeitraum zu bleiben, waren es auch Sie als grüner Außenminister, der 1999 maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg unterstützt hat. Dank auch Ihnen waren erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt. Allein durch Ihr Werben als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg gehören Sie nach meiner Ansicht vor ein Kriegsgericht und nicht in ein Spiegel-Interview. Und heute stellen Sie sich erneut als Moralapostel hin, verdrehen in gewohnter Manier die Fakten und betiteln Russland als Feind.

Aber bleiben wir bei den Fakten. Man muss nicht viel von Politik verstehen, um zu erkennen, dass Deutschland, Sie, Ihre Kanzlerkandidatin Frau Baerbock im Abhängigkeitsverhältnis zu den USA stehen und als deren Vasall agieren. Ein Blick auf die Landkarte zeigt auch, dass durch die scheinbar unaufhörbare NATO-Osterweiterung die USA seit Jahren Russland und auch China einkreisen. Es sollte sich jeder mit einem gesunden Menschenverstand die Frage stellen, wie lange das gut gehen kann.

Ihre Medienlügen „Die Einkreisung Russlands ist Verteidigung“

Dass Ihr Interview im Spiegel erscheint, wundert mich nicht. Schließlich ist auch der Spiegel neben der Süddeutschen Zeitung, der Bild etc. nichts anderes als eine weitere „NATO-Lokalpresse“, um Deutsche bzw. Ihre grünen Wähler auf antirussischen Kriegskurs zu bringen. Im Dritten Reich nannte man das im Übrigen Propaganda. Mit dem Unterschied, dass diese bzw. auch Ihre Propaganda viel subtiler und perfider ist.

Während beispielsweise aktuell das gegen Russland gerichtete US-NATO-Manöver „Defender Europe 2021“ mit 30.000 Soldaten aus 26 Ländern an der russischen Grenze läuft, verdrehen Sie und Ihre westlichen Medien erneut die Tatsachen und titeln mal wieder über die aggressive Moskauer Politik, weil Russland seine Truppen an der ukrainischen Grenze verstärkt. Um dieses Lügenkonstrukt komplett zu machen, erzählen auch Sie den Menschen, die Einkreisung Russlands sei Verteidigung.

Zu guter Letzt etwas zu meiner Person, damit Sie meine Position verstehen. Ich bin deutscher Staatsbürger, der bereits im fünften Jahr im Sport der Russischen Föderation zu Hause ist. Meine russische Lebensgefährtin und ich haben einen gemeinsamen kleinen Sohn, der im Sommer 2020 in Moskau das Licht der Welt erblickt hat. Meine Verbindung zu Russland und Erfahrung ist demnach vielschichtig. Ich habe in all den Jahren sehr viel positives von Russland auf- und mitnehmen können. Natürlich hat Russland, wie jedes andere Land auch, innenpolitisch seine Schattenseiten. Ich habe dort aber auch gelernt, wie bedrohlich der Westen durch seine Konfrontationspolitik auf Russland wirkt.

Wer einen Krieg oder besser gesagt eine Eroberung Russlands herbeisehnt, der hat in der Öffentlichkeit nichts verloren. Er ist in meinen Augen ebenso ein Faschist wie diejenigen, die Sie scheinheilig gebetsmühlenartig verurteilen. Krieg ist die Widerlegung aller Werte. Werte wie Frieden, die Sie als Faschist gegenüber Russland mit Füßen treten, Herr Fischer.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Henrichs