Dodge hat Challenger und Charger neu aufgelegt – Die Nachfahren legendärer US-Muscle-Cars sind agiler und sicherer als die Urväter

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2016 Dodge Challenger SXT © Dodge

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dodge ist eine uramerikanische Automarke, die sich im gleichen Zeitraum wie Ford entwickelte. Beide waren Pioniere des Automobilbaus in der Neuen Welt – allerdings ist Ford in Europa bekannter als Dodge. Dodge steht für die Amerikaner vor allem für deren geliebte Muscle-Cars, zu denen neben Ford Mustang, Pontiac Firebird und Chevrolet Camaro vor allem Dodge Challenger und Dodge Charger gehören. Das sind Fahrzeuge, die ihre Stärke und Robustheit nach außen tragen und denen Autofans nicht selten neidvoll nachblicken. Das war in den 1970er-Jahren so, und auch heute sorgen deren Nachfahren für Aufsehen.

Zu diesen Nachfahren der schon legendären Fahrzeuge gehören unter anderem Dodge Challenger und Dodge Charger, die heute unter der Flagge des Fiat-Konzerns produziert werden. Sie bauen auf einer Plattform von Mercedes-Benz auf – das erinnert an die kurze Episode des Zusammenschlusses der Stuttgarter mit der Firma Chrysler, zu der seit 1920 auch Dodge gehörte.

Hingucker sind sie noch immer: Die klassischen Muscle-Car-Proportionen des neuen Challenger mit dem schwarzen Kühlergrill im Fadenkreuzmuster, den polierten 20-Zoll-Alufelgen und den Performance-Schürzen erinnern an die Ikone vergangener Tage. Doch die Technik hat Riesensprünge gemacht. So zieren die Front automatische Scheinwerfer mit Tagfahrlicht, ins Heck sind LED-Rückleuchten integriert. Ein 8,4-Zoll-Touchscreen sowie ein voll digitales Zentraldisplay, eingerahmt von klassischen Rundinstrumenten, dominieren das Cockpit des Sportcoupés.

Der im Jahre 2015 aufgelegte 5,01 Meter lange Zweitürer ist in der Basisversion SXT Plus mit einem 3,6-Liter-Sechszylinder ausgestattet, der eine Leistung von 227 kW/309 PS mobilisiert und ein maximales Drehmoment von 363 Newtonmetern bereitstellt. Doch es gibt auch eine Version mit einem 6,4-Liter-HEMI-Achtzylindermotor mit 362 kW/492 PS. 644 Nm an maximalem Drehmoment lauern unter dessen Haube! In 5,1 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, die Spitze wird erst bei 290 km/h erreicht.

2016 Dodge Charger R/ T © Dodge
2016 Dodge Charger R/ T © Dodge

Der Motor ist mit einem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert, das speziell an den V8 angepasst wurde und zur Verbrauchsreduzierung beiträgt. Allerdings ist trotzdem mit einem kombinierten Verbrauch von 15,5 Litern pro 100 Kilometer zu rechnen. Zur Sicherheit sind neben sechs Airbags, dem elektronischen Schleuderschutz, einem Kollisionswarnsystem und einem Reifendruckkontrollsystem auch eine Brembo-Hochleistungsbremsanlage sowie eine Regenbremshilfe serienmäßig an Bord. Übrigens hat Dodge für den 2015er Challenger auch ein aufgeladenes Aggregat nachgereicht: einen 6,2-Liter-V8 mit 527 kW/717 PS und 881 Nm. Damit nennt sich der Challenger dann Hellcat – Höllenkatze!

Gewohnt umfangreich ist die Komfortausstattung eines amerikanischen Autos – da macht der heckgetriebene Challenger keine Ausnahme. Zu den wichtigsten Features gehören die Zweizonen-Klimaautomatik, der Tempomat, beheiz- und belüftbare und elektrisch verstellbare Ledersportsitze vorn, ein automatisch abblendender Rückspiegel, ein beheizbares Lederlenkrad, eine Rückfahrkamera, die Einparkhilfe für hinten und die Lichtautomatik. Zu haben ist auch eine Harman-Kardon-Audioanlage mit 18 Lautsprechern und Subwoofer.

Beim Betrachten alter Filme kann man sich nur wundern, wie solche Muscle-Cars durch die Kurven wanken und sich auf schlechteren Wegstrecken aufschaukeln. Es hieß, diese Autos seien so sportlich wie Ohrensessel. Der Challenger von heute ist auf einem straff abgestimmten Sportfahrwerk und mit elektrischer Servolenkung unterwegs. Außerdem ist ein adaptives Dämpfungssystem an Bord, das unter anderem Fahrzeuggeschwindigkeit, Lenkwinkel, Drosselklappenstellung und vertikalen Beschleunigungen überwacht und wenn nötig, die Dämpfung den spezifischen Bedingungen anpasst.

Neben dem Challanger bietet Dodge aber auch einen neuen Charger an, das einzige viertürige Muscle-Car, quasi eine Limousine mit Coupé-Charakter. Unter seine Motorhaube können ebenfalls Sechs- und Achtzylinder-Motoren gepflanzt werden. Der stärkste Motor ist wie beim Challenger der 6,4-Liter-HEMI-V8, auch in aufgeladener Version. Beide Modelle, sowohl Challenger als auch Charger, können übrigens unter anderem im Autohaus Schloz Wöllenstein in Chemnitz direkt unter die Lupe genommen und Probe gefahren werden.

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