Berlin, BRD (Weltexpress). Im Bode-Museum wird vom 24.10.2025 bis zum 20.09.2026 die Ausstellung mit dem Titel „Die Pazzi-Verschwörung“, die den Untertitel „Macht, Gewalt und Kunst im Florenz der Renaissance“ trägt, gezeigt. Zur Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation genannten alten Deutschen Reiches von 962 bis 1806 nach unserer Zeitrechnung, davor existierte das Reich der Franken, die ein germanischen Volk waren, gab es reiche Städte in Oberitalien. Florenz war eine dieser Städte.
In Florenz herrschten mehr oder weniger Bankiersfamilien, die um die Vorherrrschaft stritten. Die Familie Pazzi stritt mit der Familie Medici, welche die Regierung der Republik Florenz in der Hand hatte. Auf der Heimatseite der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz im Weltnetz heißt es dazu: „Am 26. April 1478 wurden Lorenzo und Giuliano de‘ Medici im Chor der Kathedrale von Florenz überfallen. Giuliano verlor sein Leben, Lorenzo überlebte und bestrafte anschließend die Drahtzieher dieser Verschwörung, allen voran die Familie Pazzi. Die Ausstellung möchte diese Geschichte anhand der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin nachzeichnen.

© Münzenberg Medien, Foto / BU: Stefan Pribnow, Ort und Datum der Aufnahme: Berlin, 14.7.2026
Das Münzkabinett besitzt Medaillen, die alle Protagonisten der Affäre darstellen, während viele dieser Figuren auch durch Porträts dargestellt werden, die sich jetzt in der Skulpturensammlung und in der Gemäldegalerie befinden – angefangen mit Giuliano, dessen Züge Sandro Botticelli nach seinem Tod mit gesenktem Blick malte. Die ‚Pazzi-Verschwörung‘ ist eine tragische und entscheidende Geschichte des florentinischen Quattrocento, die allein die Bedeutung der italienischen Renaissance zusammenfasst: eine Epoche, in der gewalttätige politische und religiöse Konflikte in unvergessliche künstlerische Kreationen umgewandelt wurden.“
Wer sich den gesonderten Raum mit den wenigen Ausstellungsstücken zur Pazzi-Verschwörung anschauen möchte, der möge sich vorher ausgiebig und tiefgründig mit der Geschichte der Medici und Pazzi, aber auch den Bardi und Peruzzi auf die Herstellung von Tuch- und Seidenverarbeitung, den Handel im Allgemeinen und den Fernhandel im Besonderen sowie das Bankwesen befassen. Daß die reichen Familien, die Häuser wie Adelshäuser schufen, ein mächtig gewaltiges Bank- und Handelsnetz aufbauten, Kredite vergaben auch und insbesondere an Adel und Kirche, also an Monarchen und Päpste, das muß man verstehen lernen und erklären können. Deren Drang zur Darstellung und also auch zum Mäzenatentum im kulturellen Überbau ihrer wirtschaftlichen Basis sind das andere dieser Meister der doppelten Buchführung, des Tarnens, Tricksens und Täuschens.

© Münzenberg Medien, Foto / BU: Stefan Pribnow, Ort und Datum der Aufnahme: Berlin, 14.7.2026
Für alle, die das verstehen und erklären können, ist diese Eine Sonderausstellung des Münzkabinetts und der Skulpturensammlung – Staatliche Museen zu Berlin ein Schmankerl, eine Zugabe und auch eine Erinnerung an den Frühkapitalismus, auch Handelskapitalismus genannt, der sich zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung konstituierte und in Form von Kaufmannsfamilien und Bankiersfamilien in Handelsstädten seine Erscheinung fand.
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