Die Konjunktur des blutigen Terrors – Nach dem jüngsten islamischen Attentat in London

0
1316
ISIS in London
© 2017, Karikatur: Marian Kamensky

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Wieder ein Anschlag. Erneut Islamisten. Abermals unschuldige Menschen in den Tod gerissen. London bekommt zu spüren, was Europa und insbesondere auch Frau Merkel mitverschuldet hat. Es sind sechs Tote und nahezu 50 Verletzte zu verzeichnen. Während sich Touristen im Borough Market amüsierten, raste ein Transporter von der London Bridge kommend in die Menge. Im Anschluss sprangen drei Täter aus dem Kleinlaster und setzten ihr blutrünstiges Gemetzel fort. Drei Menschen wurde der Hals durchgeschnitten. Die anderen in Panik Flüchtenden wurden mit Messer und Macheten attackiert.

Man findet keine Worte mehr und angesichts der kaum noch aufzählbaren Anzahl blutiger Anschläge von marodierenden Islamisten klingen Beistandsbekundungen und Betroffenheitsformulierungen seitens Politikern und Meinungsbildnern nur noch wie standardisierte Floskeln, denen man echte Teilnahme kaum noch abgewinnen kann. Wenigstens scheinen Begriffe wie Einzeltäter oder geistig Verwirrte aus dem Sprachgebrauch unserer Politiker gestrichen worden zu sein. Sie sind der terminologischen Lächerlichkeit zum Opfer gefallen. Auch wenn die Täter nach acht Minuten erschossen waren, macht das die Sache nicht besser.

Während man nach dem verbrecherischen Anschlag ganz beiläufig erfährt, dass anlässlich des Ramadans ISIS (für Islamischer Staat im Irak und in Syrien) oder IS (für Islamischer Staat) zu verstärkten Attentaten aufgerufen habe, stelle ich wütend die Frage, weshalb die Politiker – insbesondere die in Deutschland – nicht willens oder in der Lage sind, die Bürger zu warnen. Wie fürsorglich von unseren Eliten, panische Reaktionen unter den Bürgern vermeiden zu wollen.

Die Summe an Unzulänglichkeiten bei unseren Politikern ließe sich beinahe endlos aufreihen. Massive Fehleinschätzungen, Naivität, Gottvertrauen, starrköpfiges Festhalten an eigenen Überzeugungen, Mainstreamdenken und sozial erwünschte Humanität sowie militante Gutmenschen-Standpunkte nehmen einfach kein Ende. Von Mut machenden Analysen und geplanten Sicherheitsvorkehrungen seitens der Politik will ich gar nicht erst sprechen.

Wo sind sie denn, die bei uns integrierten Muslime, die sich längst hätten massiv gegen diese Entwicklungen in Europa einsetzen oder auflehnen können? Wo sind die Brüder Allahs, die in Moscheen massiv gegen radikales Gedankengut vorgehen? Wo sind die Imame, die öffentlich und lautstark in ihren Gemeinden gegen den Wahnsinn des Mordens ankämpfen? Gerade jene „gemäßigten“ Vertreter des Korans wären aufgrund ihrer Mentalität, ihrer Sprache und auch ihres ach so friedlichen Glaubens nahe dran, Informationen und Hilfe unseren Sicherheitsbehörden zu geben. Nichts von alledem. Mehr als Beteuerungen oder Bekundungen, dass man nicht alle über einen Kamm scheren möge, ist nicht zu hören. Schändlich, dass sogenannte Meinungsbildner in diesen Chor einstimmen.

Freiheiten, die wir in Europa genossen haben, werden inzwischen in beängstigender Weise eingeschränkt. Selbstverständlich auch aus dem berechtigten Wunsch heraus, wieder unsere alte Sicherheit zu erlangen. Allmählich bekomme ich allerdings das Gefühl, als verhielten sich Deutsche wie Stallhasen, die sich freiwillig in ihren Käfig hocken, weil sie dort zufrieden damit sind, vorläufig nicht als Braten auf dem Tisch zu landen. Bürger akzeptieren mehr und mehr massive Polizeipräsenz, allgegenwärtige Überwachung und jedwede Überprüfung der eigenen Person. Ja, sie fordern dieses Tun geradezu und bestätigen dadurch die Perversität des Geschehens.

Das ist die Bilanz, die uns auch Angela Merkel (CDU) nach ihrer katastrophalen Flüchtlingspolitik als Bundeskanzlerin eingebrockt hat. Dennoch rennen bei uns bekannte Gefährder immer noch frei herum. Was ist mit Heiko Maas (SPD), dem scheinbar handlungsfreudigen Justizminister? Anstatt sich dafür einzusetzen, dass solche Subjekte eingefangen und abgeschoben werden, scheint der Mann sich viel lieber um Facebook-Bashing zu kümmern. Vermutlich fallen bei ihm Tote auf der Straße weniger ins Gewicht als Beleidigungen seiner Person. Was ist der doch für ein armes Würstchen!

Es spielt keine Rolle, ob in Frankreich, England oder Deutschland blutrünstige Glaubenskrieger meinen, sie müssten Allahs Wille auf unserem Boden vollziehen, um westliche Lebensweisen und traditionelle Freizügigkeiten im Miteinander zu bekämpfen. Es geschieht bei uns! Es spielt auch keine Rolle, ob diese Verbrecher im Namen des Glaubens gerade erst eingereist oder schon viele Jahre hier leben. Donald Trumps Forderung, Einreiseverbote für bestimmte Nationalitäten anzustreben, erhält plötzlich eine vernünftige, beinahe zwingende Plausibilität, derweil täglich Tausende neuer „Flüchtlinge“ übers Mittelmeer kommen.

Ich habe genug von den unbelehrbaren Vertretern gutmenschlicher Parteien, die mir in alten und neuen Medien, TV-Diskussionen und Terror-Interpretationen andauernd erklären wollen, dass die Mehrheit der bei uns lebenden Muslime brave Bürger und anständige Mitmenschen seien. Wie soll ich meine Sicherheit noch vernünftig beurteilen können? Wer sagt mir, welcher meiner muslimischen Nachbarn noch vertrauenswürdig ist und welcher nicht? Wie, Frau Merkel, soll das weitergehen?

Selbst einem hartgesottenen Flüchtlingshelfer müsste allmählich klar sein, dass er seine humanitäre Gefühlsduselei, seine naive Blauäugigkeit und auch sein einfältiges Helfersyndrom ernsthaft hinterfragen sollte. Ich fürchte, dass der Gutmensch muslimischer Masseneinwanderung erst dann seine Meinung ändern wird, wenn er als in die Luft gesprengte Staubwolke im Nirwana verschwindet. Sollte ich deshalb Genugtuung finden? Sicher nicht. Auch habe ich keine Lust darauf, bei einer Veranstaltung arabisch aussehenden Menschen aus dem Weg zu gehen oder mich in einem Supermarkt hinter Konservendosen zu verstecken, wenn ich an der Discounterkasse eine türkische Familie sichte.

Ich weiß, das klingt übertrieben. Menschen können nichts für ihre Gefühle, aber unsere Politiker können etwas dafür, dass diese Ängste mehr und mehr um sich greifen, gerade weil es keinen absoluten Schutz gibt. Man denke nur, was ein einziger Böller beim Pu­b­lic Vie­wing in Turin auslöste. Tausend Verletzte sind zu beklagen, weil sich 30.000 Menschen aus Angst vor einer Bombe in Panik wie eine Büffel-Stampede in Bewegung setzten.

Es ist Zeit, unfähige und kurzsichtige Regenten abzuwählen. Es ist Zeit, unseren etablierten, linkslastigen Medien deutlich zu machen, dass wir deren pseudo-kritischen Berichten keinen Glauben mehr schenken. Und es ist hohe Zeit, verblendeten Schönrednern auf die Füße zu treten.

Anmerkungen:

Vorstehender Beitrag von Claudio Michele Mancini wurde am 4.6.2017 im „Scharfblick“ veröffentlicht.

Anzeige