Die Chronik eines legendären Festivals – Annotation zum Buch „Woodstock“ von Mike Evans und Paul Kingsbury

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Woodstock. Chronik eines legendären Festivals" von Mike Evans und Paul Kingsbury. © Riva

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Zehn Jahre nach der Erstveröffentlichung landet das wunderbare Buch Woodstock: Chronik eines legendären Festivals, von Mike Evans und Paul Kingsbury, endlich übersetzt in den deutschen Buchläden.

Woodstock war der ultimative Höhepunkt der Hippiebewegung, die beiden Autoren schaffen in ihrem Buch einen starken Mix aus fantastischen Fotos und starken Texten, immer wieder durchsetzt von Interviewpassgen, Statements und wesentlichen Fakten. Obgleich das Buch fast zwei Kilo schwer ist, ist es ein echter Charmebolzen und schwebt fast leicht wie ein Feder über den Lesetisch, weil es von einer Marihuana-Wolke getragen wird, vom Sound der Liebe, von der Kraft unschuldiger, junger Menschen, die noch glaubten, die Erde könne eine gerechte Welt für alle bieten.

Viele der in Woodstock auftretenden Künstler starteten dort ihre Weltkarriere, einige landeten im Drogen- und Alkoholsumpf, doch das dreitägige Festival auf den Wiesen von Bethel bot jedem eine Chance, egal ob Beteiligter oder Zuhörer.

Diesen Geist des vermeintlichen Aufbruchs bringt das Buch genial rüber. Das letzte Kapitel erzählt, was aus den Leuten geworden ist.

Aber wie war Woodstock? Eine knorke Antwort bot am Tag danach David Crosby, er bringt es fabelhaft auf den Punkt: „Es war vielleicht die seltsamste Geschichte, die je auf der Weltpassiert ist. Soll ich ihnen beschreiben, wie es aussah, wenn man mit dem Hubschrauber ankam? Es sah aus wie das Lager einer mazedonischen Armee auf einem Hügel in Griechenland, durch das der größte Haufen Zigeuner wuselte, den man je gesehen hat.“

Bibliographische Angaben

Mike Evans, Paul Kingsbury, Woodstock, Chronik eines legendären Festivals, 288 Seiten, Hardcover, Gewicht: 1710 g, Verlag: Riva, 1. Auflage, München, März 2019, ISBN: 978-3-7423-0826-9, Preis: 24,99 EUR (D)

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