Der X-Perience ist ein Outdoor-Kombi – Das Fahrzeug ist auf der Basis des Seat Leon Kombi aufgebaut, aber höher gelegt

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© Seat

Das Fahrzeug ist Teil einer großen Modelloffensive, die Seat vor drei Jahren eine gestartet hat, und folgt auf die Leon-Modelle Fünftürer, Dreitürer und Kombi ST. Der X-Perience ist auf Basis des Kombi ST entwickelt und soll das dynamische Design und das sportliche Fahrverhalten seiner Geschwister mit einem hohen Nutzwert sowie Geländetauglichkeit verbinden. Möglichst erfolgreich soll er auf der Outdoor-Kombi-Welle mitschwimmen und unter anderem dem Skoda Octavia Scout Paroli bieten.

Nach außen gibt sich der Geländegänger eher zurückhaltend. Gegenüber dem Kombi ST ist die Karosserie des X-Perience höher gelegt und bietet damit eine um drei Zentimeter größere Bodenfreiheit. Trotz der robusten Schutz-Verkleidungen der Türschweller und der Radhäuser über den 18-Zöllern, dem Frontspoiler und dem Heck-Stoßfänger in Aluminium-Optik sowie der markanten Frontpartie mit den großen Lufteinlässen und integrierten Nebelscheinwerfern mit Abbiegelicht-Funktion und den eher filigran gezeichneten Scheinwerfern mit Voll-LED-Leuchten wirkt das Fahrzeug nicht bullig.

Bei immer noch kompakten Abmessungen – das Fahrzeug ist wie der ST 4,54 Meter lang – verfügt der X-Perience über viel nutzbaren Innenraum und will mit hochwertigen Materialien und perfekter Verarbeitung überzeugen. Sein Gepäckraum hat ein Fassungsvermögen von 587 Litern; bei umgeklappter Rückbank-Lehne – sie lässt sich übrigens sehr einfach vom Gepäckraum aus umklappen – werden bis zu 1470 Liter untergebracht.

© SeatAls Antriebe stehen ein Benziner und drei Diesel zur Wahl. Top-Motor ist der 2.0 TDI mit 135 kW/184 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm. Mit ihm ist der X-Perience nicht nur flott, sondern auch sparsam unterwegs. Der Sprint von Null auf 100 km/h gelingt in 7,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 224 km/h erreicht, und der Normverbrauch wird mit 4,9 Litern pro 100 Kilometer beziffert.

Der permanente Allradantrieb arbeitet so: Im normalen Fahrbetrieb überträgt eine Lamellenkupplung die Motorkräfte zum größten Teil auf die vorderen Räder. Falls dort die Traktion nachlassen sollte, werden die Momente innerhalb weniger Millisekunden stufenlos nach hinten umgeleitet.

Nach ersten Proberunden auf Autobahnen, Landstraßen und im leichten Gelände lässt sich dem Fahrzeug ein gutes Zeugnis ausstellen. Es ist spurtreu, kann auch schnelle Kurven und bietet Fahrspaß. Der Allradler kann aber auch sicher steile Hänge erklettern und hält sich bravourös in unwegsamem Terrain, wobei er die Unebenheiten nur sehr gedämpft an die Passagiere weitergibt. Wer auf diese Antriebsart verzichten und eher preiswert einkaufen will, muss noch etwas warten: Im kommenden Jahr will Seat den X-Perience auch mit Frontantrieb anbieten.

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