Der SX4 hat sich gründlich geändert – Crossover SX4 S-Cross von Suzuki bietet mehr Platz und ein modernes Allradsystem

© Suzuki

Vor allem haben sich seine Maße deutlich verändert: An Länge hat er um 15 Zentimeter auf 4,30 Meter zugelegt, der Radstand ist um zehn Zentimeter gewachsen. Der Grund: Für junge Familien, die sich ein Fahrzeug zulegen wollen, war der SX4 bislang eine Nummer zu klein.

So hat Suzuki den SX4 mit dem Generationswechsel in die Kompaktklasse aufsteigen lassen. Jetzt haben die Passagiere in der ersten Reihe und im Fond reichlich Platz; zudem hat sich der Gepäckraum von 270 auf 430 Liter vergrößert. Bis zu 1269 Liter werden untergebracht, wenn die asymmetrisch teilbaren Rückbanklehnen umgeklappt sind. Bereits das Basismodell hat Klimaanlage, Tempomat sowie ein MP3-fähiges CD-Radio an Bord.

Als Antriebe stehen zwei Vierzylinder-Motoren zur Wahl. Der 88 kW/120 PS starke Benziner soll nach Herstellerangaben 5,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern verbrauchen. Er wird wahlweise auch mit CVT-Automatik angeboten. Der gleichstarke Dieselmotor wird mit einem Verbrauch von 4,2 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer ausgewiesen.

© SuzukiBeim neuen Allradsystem „Allgrip“ mit selbstständig und stufenlos zuschaltender Lamellenkupplung an der Hinterachse kann der Fahrer vier Fahrmodi vorwählen. Im „Auto“-Modus fährt der SX4 per Frontantrieb und damit besonders sparsam. Fehlt es an Traktion, wird automatisch bis zu 50 Prozent der Antriebskraft an die Hinterachse geleitet. Wird die Einstellung „Sport“ gewählt, reagieren Gaspedal und Lenkung direkter. „Snow“ ist die richtige Wahl für winterliche Straßenverhältnisse, und „Lock“ leitet konstant 50 Prozent des Vortriebs auf jede Achse.

Für einen Kurztest wählten wir den SX4 S-Cross mit Dieselmotor, Allradantrieb und der Topausstattung „Comfort+“, die mit 28 990 Euro in der Preisliste steht. Das ist auf den ersten Blick eine Menge Moos, doch wird dafür auch eine Menge geboten. Beginnen wir mit der Ausstattung: Innen bietet das Fahrzeug wahren Komfort mit Ledersitzen, einem großen Panorama-Glasdach, einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik und dem Multimedia-Navi. Eine Rückfahrkamera und Xenon-Licht gehören ebenso zum Lieferumfang wie 17-Zoll-Leichtmetallräder und eine Dachreling.

© SuzukiDie Crossover-Optik wird mit Kunststoffblenden an Radhäusern und Schwellern sowie einem Unterfahrschutz unterstrichen. Doch der SX4 S Cross sieht nicht nur aus wie ein Geländegänger – er kann es auch sein. Der Allradantrieb, kurze Überhänge und fast 17 Zentimeter Bodenfreiheit prädestinieren ihn auch für einen Ausflug abseits befestigter Straßen. 516 Kilogramm Zuladung sind mit diesem Fahrzeug ebenso erlaubt wie die beachtlichen 1,5 Tonnen Anhängelast.

Auf den Probefahrten gefiel der Dieselmotor mit seinem sehr ordentlichen Durchzug, wobei er nie unangenehm laut wurde. Unangenehmer waren da schon die Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten. In 10,6 Sekunden treibt er das Fahrzeug aus dem Stand auf Tempo 100, die Spitze wird bei 175 km/h erreicht. Lediglich kann eine leichte Antrittsschwäche des Selbstzünders bemängelt werden.

Das Fahrwerk ist gut abgestimmt – zwar straff, aber nicht unkomfortabel, die Lenkung arbeitet direkt. Auch in schnell gefahrenen Kurven blieb das Fahrzeug sicher beherrschbar. Und der Verbrauch? Zwar konnten die theoretisch ermittelten 4,2 Liter nicht erreicht werden, aber ein Verbrauch zwischen 5,5 und sechs Litern Diesel pro 100 Kilometer war ohne weiteres – trotz Allradantrieb – möglich. Das ist doch ein Wort!

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