Der Land Rover Freelander ist jetzt noch komfortabler und praktischer

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Der Freelander 2 HSE Modelljahr 2013 steht in den Warenhäusern und soll gekauft werden. © Landrover

Bis auf die neuen LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten ist sein Aussehen weitgehend unverändert geblieben. Gestartet werden die neuen Modelle der kleinsten Land-Rover-Reihe schlüssellos, mit einem Fingerdruck auf einen etwa 20-Cent-Stück großen Knopf. Die Innenraumdesigner haben im Zuge die Mittelkonsole neu gestaltet und sich dabei am größeren Rang Rover Evoque orientiert. Die Bedienungseinheiten sind nun sehr übersichtlich, aufgeräumt und klar gegliedert mit schön großen Bedienungselementen. Zu den angenehmen Neuerungen gehört auch das verbesserte Kombiinstrument, jetzt mit Fünf-Zoll-Farbbildschirm. Komfort und Sicherheit bietet auch das neue Lenkrad, über dessen Tasten alle wichtigen Funktionen bedient werden, ohne dass man die Hände vom Lenker nehmen muss.

Die Briten haben zudem die Serienausstattung des Allradlers erweitert. Neu hinzugekommen ist die elektronische Parkbremse mit intelligenter Steuerung, die beim Einstellen der Bremskraft sowohl das Gefälle am Parkplatz wie auch die Temperatur der Bremsscheiben berücksichtigt. Neu ist auch die Standheizung mit Sieben-Tage-Zeitschalter, die über das Display eingestellt wird. Extra bezahlt werden muss die Rückfahrkamera, die es nur in Verbindung mit dem Infotainment-Bildschirm gibt und die erstmals für den Freelander im Angebot ist. Eine feine Sache ist das Audiosystem mit Sprachsteuerung. Es kann praktisch auf alle europäischen Sprachen sowie auf Japanisch und Chinesisch programmiert werden. Die akustischen Befehle, die man zur Bedienung des Systems, der Satellitennavigation, Klimaanlage oder des Telefons gibt, werden vom Sprachcomputer wiederholt, so dass eine Fehlsteuerung weitgehend ausgeschlossen ist. In der Topversion des Offroaders gibt es 17 Lautsprecher, in der Basisversion sind es acht.

Mit dem neuen Jahrgang hat sich auch die Grundlage geändert, wonach die Freelander-Varianten unterschieden werden. Nun sind nicht mehr die Motoren maßgebend, sondern die Ausstattungsstufen. Die Grundversion mit stoffbezogenem Gestühl wird jetzt als Freelander S bezeichnet, zu Preisen ab 28.200 Euro. Es folgt die Ausstattung SE, serienmäßig mit glänzend schwarzem Kühlergrill und Soundsystem sowie der Designlinie Dynamic, Kennzeichen: seitliche Lufteinlässe, schwarze Grillumrandung und elektrisch verstellbare Sportsitze. Topmodell ist die edel eingerichtete HSE-Version. Hier sind es nicht nur die „genarbten“ Ledersitze, die dem Edel-Freelander einen englischen Touch verleihen, sondern auch das dunkelbraune Holzdekor, dessen schöne Maserung durch den hochglänzenden Klavierlacküberzug dem Innenraum eine gewisse Vornehmheit verleihen.

Die Sicherheitsausstattung des Freelander kann sich sehen lassen: sieben Airbags, acht Assis-tenzsystemen und Fahrhilfen (unter anderem Kurvenbremskontrolle, Wankneigungskontrolle, elektronischer Bremsassistent) und fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest belegen das Schutzbemühen der Land-Rover-Ingenieure. Damit gehöre der neue Freelander „nach wie vor zu den sichersten Vertretern seiner Klasse“, sagt der Hersteller.

Auch unter der Motorhaube hat sich etwas getan. Der bisherige Sechszylindermotor wurde durch einen hochmodernen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner (Si4 GTDi) mit Direkteinspritzung ersetzt. Er bringt kraftvolle 240 PS/177 kW auf die Straße. Sein maximales Drehmoment beträgt 340 Newtonmeter, das sind sieben Prozent mehr als beim Sechszylinder. Mit so viel Power und einer Sechsstufenautomatik ausgestattet, beschleunigt der britische Allradler aus dem Stand in 8,8 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 200 km/h schnell. Der durchschnittliche Normverbrauch wird mit 9,6 Liter Super angegeben, die CO2-Emissionen betragen 225 g/km – laut Land Rover zwölf Prozent weniger gegenüber dem Sechszylinder. Ein in dieser Klasse „höchst wettbewerbsfähiger Wert“, preist Land Rover den neuen Motor.

Als Alternative steht unverändert der 2,2-Liter-Turbodiesel in zwei Varianten zur Wahl: mit 150 PS/110 kW und Vorderradantrieb oder mit drehmomentstarken (420 Nm) 190 PS/140 kW.

Der permanente Allradantrieb reagiert blitzschnell auf Traktionsverluste, indem er in Millisekunden die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Mit 22 Zentimeter Bodenfreiheit und einer Watttiefe von 50 Zentimetern ist der Freelander nicht nur für kurze oder lange Reisen, sondern hervorragend auch für den Ritt in unwegsames Gelände gerüstet.

Im Detail: Land Rover Freelander HSE

Fahrzeugsegment: Kompakt-SUV; Motor: Reihen-Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 16 Ventilen; Hubraum: 1.999 ccm; Leistung: 240 PS/177 kW bei 5.500 U/min.; maximales Drehmoment: 340 Nm bei 1.750 U/min.; Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 8,8 sec., Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h; Kraftstoffart: Super; Verbrauch (Norm): innerstädtisch: 13,5 Liter/100 km; außerstädtisch: 7,5 Liter/100 km; insgesamt: 9,6 Liter/100 km; CO2-Emission: 224 g/km; Abgasnorm: Euro V; Effizienzklasse: k. A.; Tankinhalt: 70 Liter; theoretische Reichweite: 729 km; Übersetzung: Sechsgangautomatik; Antrieb: permanenter Allrad mit Haldex-Hinterraddifferential; Maße (Länge/Breite/Höhe): 4.500 mm/1.910 mm/1.740 mm; Radstand: 2.660 mm; Kofferraum: max. 1.670 Liter; Leergewicht: 1.775 kg; zulässiges Gesamtgewicht: 2.505 kg; Anhängelast gebremst/ungebremst: 2.000 kg/750 kg; Wendekreis: 11,3 m; Böschungswinkel vorn/hinten: 31 Grad/34 Grad; Bremsen vorn/hinten: Scheiben/Scheiben; Räder: 7,5 Jx 17; Bereifung: 235/65 R 17; Versicherungstypenklassen: k. A.; Preis: 44.600 Euro; Einstiegsmodell: 28.200 Euro.

kb

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