Der Kia Soul fährt in Europa nur noch elektrisch – Die stärkere Version hat eine Reichweite von 452 Kilometern

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Ein Kia e-Soul fährt vorbei. © Kia

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Auf dem Genfer Autosalon präsentierte Kia im März den neuen Soul, den es in Europa ausschließlich mit elektrischem Antrieb zu kaufen gibt. Das Elektroauto wird bereits ausgeliefert und ist für 33 990 Euro zu haben. Ohne große Bühne hat der südkoreanische Hersteller damit ein Fahrzeug auf dem Markt, an dem andere noch feilen. Allerdings ist mit einer Lieferzeit von einem Jahr zu rechnen.

Den e-Soul gibt es mit zwei Antriebsvarianten, die sich in der Batteriekapazität und Motorleistung unterscheiden. Die stärkere Version hat eine 64-kWh-Batterie an Bord und wird von einem 150 kW/204 PS starken Elektromotor angetrieben. Die Reichweite gibt Kia mit kombinierten 452 Kilometern an – gemessen im neuen kombinierten und realitätsnahen WLTP-Zyklus. Wer nur in der Stadt fährt, soll mit einer Batterie-Ladung rund 600 Kilometer schaffen. Das Basismodell mit einem 39,2-kWh-Akku und einer Leistung von 100 kW/136 PS kommt nach WLTP-Zyklus bis zu 276 Kilometer weit.

Ein Kia e-Soul. © Kia

Beide Versionen verfügen jeweils über ein maximales Drehmoment von 395 Nm. In der stärkeren Version sprintet der Fronttriebler mit Reduktionsgetriebe in 7,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 167 km/h. Der schwächere Antrieb ist im Spurt nur zwei Sekunden langsamer. Kia rechnet damit, dass sich 90 Prozent der Käufer für den stärkeren e-Soul (ab 37 790 Euro) und damit für die deutlich höhere Reichweite entscheiden werden.

Der e-Soul ist serienmäßig schnell-ladefähig und verfügt über den europäischen Standardstecker (CCS). Die Batterien beider Antriebsvarianten können an einer Schnelllade-Station jeweils in rund einer Stunde von 20 auf 80 Prozent geladen werden. Das Fahrzeug ist unter anderem mit dem voll vernetzten Telematiksystem UVO Connect erhältlich.

Das Cockpit eines Kia e-Soul. © Kia

Es wurde gemeinsam mit Vodafon entwickelt und ist über einen 10,25-Zoll-Touchscreen oder die integrierte Sprachsteuerung zu bedienen. Das neue System liefert Echtzeit-Verkehrsinfos und Informationen zum Ladezustand, zur nächsten Ladestation oder Parkmöglichkeit. Die UVO-App ist mit Android- und Apple-Smartphones kompatibel.

Das Fahren mit dem e-Soul ist denkbar einfach: Der Knopf in der Mittelkonsole wird auf „D“ wie „Drive“ gedreht und Gas gegeben. Schon fährt das E-Mobil spontan und leise an und richtig sportlich weiter. Das maximale Drehmoment steht vom Start weg zur Verfügung und sorgt für überraschende Blitzstarts – beispielweise, wenn die Ampel auf Grün springt. Dann hat so manch anderes Fahrzeug das deutliche Nachsehen.

Ein Kia e-Soul. © Kia

Doch nicht nur das: Es zeigte sich, dass das Fahrzeug tatsächlich, und nicht nur auf dem Papier, auf die hohe Reichweite kommen kann, ohne dass man mit Tempo 80 auf der Autobahn herumtrödelt oder im Lkw-Windschatten segelt. Zum Energie-Sparen und damit die Reichweite vergrößern, gilt es auch, die Rekuperation zu nutzen – also Bremsenergie in elektrische Energie zu wandeln. Das lässt sich über die Schaltwippen am Lenkrad beeinflussen. Ab der Ausstattungs-Linie Vision ist der e-Soul serienmäßig mit einer Wärmepumpe für die Innenraumklimatisierung ausgestattet, um elektrische Energie dafür zu sparen.

Zahlreiche Assistenten sind an Bord, um den Fahrer zu unterstützen – so der Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent und Fußgängererkennung, der Spurhalte- und Spurwechselassistent, der Fernlichtassistent, der Querverkehrwarner und der Abstandstempomat. Die Coasting- und Effizienz-Assistenten unterstützen dank „vorausschauender“ Navigation eine besonders energieeffiziente Fahrweise.

Trotzdem er nun fünf Zentimeter länger als sein Vorgänger, aber damit auch nur 4,20 Meter lang ist, bietet der e-Soul ordentlich viel Platz für die Passagiere und deren Gepäck im 315 bis 1339 Liter großen Kofferraum. Bereits die Basisausstattung umfasst unter anderem LED-Scheinwerfer, ein Audiosystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen, die Smartphone-Integration und die Klimaautomatik.

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