Der Blick auf neuen Discovery ist frei – Land Rover präsentiert das „Vision Concept” in New York

© Land Rover

Und mit dieser Modellgeneration will Land Rover auch einen grundlegenden Wandel einläuten: Es gibt künftig nicht den Discovery, sondern eine Modellfamilie mit drei Mitgliedern für unterschiedliche Ansprüche an ein Freizeit-SUV. Auf der Automesse in New York wird zunächst das Showcar „Discovery Vision Concept“ gezeigt, doch das soll der Serienversion, die 2015 erwartet wird, schon recht nahestehen.

Auf den ersten Blick wirkt der neue Discovery nicht mehr so bullig wie das gegenwärtig aktuelle Modell. Dabei bietet er Platz für bis zu sieben Personen, und der Innenraum lässt sich sehr flexibel einrichten. So können die Sitze flach zusammengeklappt oder mithilfe des Touchscreen-Menüs vor- und zurückgeschoben werden, um das Fahrzeug leicht zum Sechs-, Fünf- oder Viersitzer umzubauen.

In den Verkleidungen der Türen lässt sich Gepäck in einem Koffer unterbringen, der sich herausnehmen lässt und außerhalb des Fahrzeugs als normaler Trolley genutzt werden kann. Interessant ist das Heck, dessen Klappe elektrisch betätigt wird. Die ausklappbare Trittstufe am Heck und die klappbare Sitzbank im Laderaum bilden hier gemeinsam eine Art Basis für Freizeit, Sport und Hobbys. Die Trittstufe fungiert darüber hinaus als Basis für Fahrrad- und Skiträger.

© Land RoverGeblieben sind dem Discovery die hohe Seitenlinie, die Stufe im Dach für ausreichenden Kopfraum der Passagiere in Reihe drei sowie die großzügige „Alpine“-Verglasung im Fond. Bei der Front- und Heckgestaltung haben sich die Entwickler an den Evoque angelehnt, ohne jedoch den Vorgänger mit seinen wuchtigeren Dimensionen verleugnen zu wollen. Auch im Innenraum erinnert einiges an den Evoque, doch etwas ist anders: Es sind kaum Bedienelemente erkennbar.

Gesteuert werden viele Funktionen für Türen, Blinker, Scheinwerfer oder Bildschirme mit Gesten. So lassen sich per Finger- oder Handbewegung die Scheiben oder das Panoramadach verdunkeln. Per Fernsteuerung kann der Fahrer das Auto von außen manövrieren, zum Beispiel beim Ankoppeln eines Anhängers oder in schwierigen Geländepassagen. Für beste Sichtverhältnisse sorgt das leistungsstarke Licht der Laser Scheinwerfer, ergänzt um Funktionen wie Objekterkennung und Abblendsystem.

Für noch sicherere Geländefahrten ist die neue Generation des Terrain-Response-Systems an Bord, das alle Assistenz- und Kamerasysteme vernetzt. Ein Laser projiziert Markierungen auf den Boden und unterstützt den Fahrer bei besonders engen Passagen. Infrarot-Laser scannen den Untergrund, und per Laser wird auch die Tiefe eines Wasser-Hindernisses ermittelt.

Ein spezielles Head-up-Display lässt die Motorhaube quasi unsichtbar werden. Die unterhalb des Kühlergrills montierten Kameras liefern ihre Bilder auf das in die Windschutzscheibe integrierte Head-Up-Display und ermöglichen einen ungehinderten Blick auf den Boden direkt vor und unter dem Fahrzeug. Davon profitiert der Fahrer zum Beispiel im schwierigen Gelände, wenn die Boden-Ansicht auf die Frontscheibe projiziert wird.