Boris Johnson verspricht Brexit an Halloween und will die mehr als halbierten Schulden der Briten bei der EU weiterhin nicht bezahlen

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Berittene britische Soldaten in historischen Uniformen mitten in der City of London. Quelle: Pixabay

London, VK (Weltexpress). Dass der Ex-Bürgermeister von London und Ex-Außenminister des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland (VK) die Nase beim Rennen gegen Jeremy Hunt um den Vorsitz der Konservativen und Unionistischen Partei vorne hat, das ist genau so wenig ein Geheimnis wie der Wunsch des Kandidaten Boris Johnson nach einem baldigen Brexit und zwar im Notfall auch ohne Vereinbarung mit der Europäischen Union (EU).

Austritt an Halloween?

Laut der Nachrichtenagentur Reuters (25.6.2019) soll Johnson gegenüber BBC News gesagt haben: „Mein Versprechen ist, aus der EU an Halloween am 31. Oktober auszutreten.“ In „BBC“ (25.6.2019) heißt es unter der Überschrift „Boris Johnson defends Brexit plan and ‚row‘ silence“, dass er „keinen ungeregelten Brexit“ wolle, aber man „darauf vorbereiten“ sein müsse und zwar „ernsthaft“.

Außerdem will Johnson die sowieso mehr als halbierten Schulden der Briten an die EU nicht zahlen beziehungsweise „zurückbehalten“, um besser verhandeln zu können. Statt über 100 Milliarden Pfund sollen die Briten nach Großzügigkeit der Beamten in Brüssel nur noch 39 Milliarden Pfund zahlen. Dafür sollen die Deutschen mehr zahlen und wie man sie kennt, werden sie das brav tun, statt die verschuldeten Briten zu sanktionieren.

Unter der May-Regierung schien das bisher nicht der Fall gewesen zu sein.

Während das britische Boulevard sich mehr um Johnsons Freundin Carrie Symonds beziehungsweise einen streit im Hause Johnson zu beschäftigen scheint, zeigt die die indische Autoindustrie auf der Insel alarmiert. Der geht es sowieso nicht gut.

Dass der britische Autoverband SMMT vor einem “No-Deal”-Brexit warnt, das weiß Reuters auch mitzuteilen. Die Lobbyisten haben Angst vor Zölle in Milliardenhöhe und Verzögerungen bei den Grenzabfertigungen. Aber genau das, Nachteile statt Vorteile, muss es geben.

Grenzabfertigungen zwischen Irland und Nordirland, dass zum VK gehört, solle es laut Johnson allerdings nicht geben. Künftig werden wohl die in England gebauten Wagen über die grüne Insel geschmuggelt.

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