Black Planet für British Petrol – Stiftung ethecon übergibt Schmähpreis

Auf Initiative von ethecon werden in Kooperation mit dem Gulf Coast Fund auch mehrere betroffene Fischer aus der Region an der Hauptversammlung und einer Informationsveranstaltung am Abend des 12. April teilnehmen. Ebenfalls vor Ort sein wird die amerikanische Umweltaktivistin und ethecon Blue Planet Preisträgerin Diane Wilson, die für ihre Protestaktionen gegen BP und die Ölpest im vergangenen August zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt worden ist.

Zum Informationstreffen, das gemeinsam mit dem UK Tar Sands Network, Greenpeace und anderen britischen und kanadischen Umweltorganisationen veranstaltet wird, ist die Presse herzlich eingeladen. Es besteht die Möglichkeit zu Interviews mit dem ethecon-Vorstand Axel Köhler-Schnura, der Blue Planet Preisträgerin Diane Wilson und den Fischern Tracy Kuhns, Mike Roberts und Byron Encalade.

Seit 2006 verleiht "ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie" jährlich zwei Preise. Der internationale Positiv-Preis "Blue Planet Award" würdigt außerordentlichen Einsatz zum Erhalt und zur Rettung des "Blauen Planeten". Der internationale Schmähpreis "Black Planet Award" prangert herausragende Verantwortung für den Ruin und die Zerstörung des "Blauen Planeten" an. Mit den Positivpreisen hat ethecon in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008), Uri Avnery/Israel (2009) sowie Elias Bierdel/Österreich (2010) ausgezeichnet. Die Schmähpreise gingen bisher an die EigentümerInnen bzw. AktionärInnen und das verantwortliche Management der Konzerne Monsanto/USA (2006), Nestlé/Schweiz (2007), Blackwater (Xe)/USA (2008), Formosa Plastics Group/Taiwan (2009) und BP/Großbritannien (2010).

ethecon ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen "von unten", die sich mit ihren derzeit 19 StifterInnen und dem Leitmotiv "Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!" in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Die noch junge Stiftung finanziert sich über Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften.

Pressemitteilung von ethecon, Stiftung Ethik & Ökonomie, vom 08.04.2011.

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