Berliner Eisbären mit Arbeitssieg gegen Nürnberger Eistiger und zwei Punkten

Tor. Berliner Eisbären besiegen Nürnberger Eistiger. © Foto: Stephan Wenske, 14.4.2021, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Am Abend mussten die Berliner Eisbären gegen Eistiger aus Nürnberg ran. Das Punktspiel war von Anfang an umkämpft, aber auch verfahren. Am Ende setzten sich die Eisbären mit 4:3 nach Penaltyschießen durch.

Zu beginnt ehrten noch alle Spieler auf dem Eis und also auch die Gäste aus Nürnberg Frank Hördler für sein 900. Spiel in der DEL abgekürzten höchten Eishockey-Liga der BRD. Dann schoß Thomas Gilbert am 40. Spieltag dieser Saison die Scheibe ins von Mathias Niederberger gehütete Berliner Tor (1.). Das geschah nach 19 Sekunden.

Ehrung von Frank Hördler für sein 900. DEL-Spiel vor dem Punktspiel vor allen Berliner und Nürnberger Spielern, aber leeren Rängen. © Foto: Stephan Wenske, Berlin, 14.4.2021, BU: Stefan Pribnow

Davon erholten sich die Berliner nicht. Glücklich durften sie sich schätzen, als erst Patrick Reimer für zwei Minuten auf die Strafbank geschickte wurde für sein Foul an Matthew White und wenig später Gilbert angeblich wegen Stockschlags. Gilbert war darüber stinkesauer.

Ryan McKiernan nutzt die Situation mit zwei Mann mehr auf dem Eis und glich aus (17.).

Das zweite Drittel wurde aus Sicht der Berliner nicht besser, aber es dauerte länger, bis die Nürnberger erneut in Führung gingen. Reimer traf erst in der 31. Spielminute. Da es keine erneute Überzahl mit gleich zwei Mann für die Eisbären gab, blieb es dieses Mal bei der 2:1-Führung für die Eistiger.

Andrang vor dem von Niklas Treutle gehüteten Nürnberger Tor. © Foto: Stephan Wenske, Berlin, 14.4.2021, BU: Stefan Pribnow

Wahnsinn, aber wahr: Für den Tabellenletzten der Süd-Gruppe erhöhte Timo Walther im Schlußdrittel auf 3:1 (46.). Doch der Tabellenführer der Nord-Gruppe, der sichtlich angestochen war, drehte jetzt sichtbar auf. Sebastian Streu verkürzte auf 2:3 (47.) und Lukas Reichel glich zum 3:3 (48.) aus.

Danach schaffte kein Spieler beider Mannschaften mehr ein Tor, auch nicht in der Nachspielzeit.

Andrang vor dem von Niderberger gehüteten Berliner Tor. © Foto: Stephan Wenske, Berlin, 14.4.2021, BU: Stefan Pribnow

Im Shootout zeigte Niederberger sein Können und auch Kris Foucault, der das entscheidende Tor schoß. Daher ging nach der Punkteteilung der Zusatzpunkt an die Berliner Eisbären, für die es im Grunde genommen um nichts mehr ging, wie allerdings auch für die Nürnberg. Besser als der Platz an der Sonne geht nicht und schlechter aufgrund des großen Abstandes zum Zweiten der Nord-Gruppe, das sind die Pinguine aus Bremerhaven, auch nicht.

Umgekehrt halten die Eistiger aus Nürnberg die Rote Laterne hoch und das nicht erst seit heute, aber ganz sicher morgen noch.

Eisbären gegen Eistiger. © Foto: Stephan Wenske, Berlin, 14.4.2021, BU: Stefan Pribnow

Keine Frage, dass sich die Berliner in diesem „engen Spiel … zurückgekämpft“ hatten, „wie es gute Mannschaften machen“. So und nicht anders formulierte es Pierre-Cedric Labrie nach der Begegnung. Stimmt, aber sehr gute Mannschaften lassen es gar nicht erst zu solchen Situationen kommen.