Autos mit Sparbüchsen-Potenzial – Neuer Ecomotive-Motoren in Seat Ibiza, Leon und Altea

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Die aktuellen Ecomotive-Modelle von SEAT - ganz in Weiß vor ganz viel grünem Gras.

Der Ibiza kam so zum 1.2 TDI CR mit 55 kW/75 PS, und gleichzeitig rutschte der im Ibiza bereits erhältliche 1,2-Liter-Turbobenziner in die Leon/Altea-Baureihe, wo er eine PS-Lücke zwischen der Einstiegsmotorisierung, einem 63 kW/86 PS starken Benziner, und dem 1.4-Liter-TSI mit 92 kW/125 PS verhindert. Anstelle des aus dem Verkehr gezogenen 1,6-Liter-Vierzylinders stellt der neue mit weniger Hubraum 77 kW/105 PS bereit. Durchschnittsverbräuche von 5,4 bzw. 5,7 Liter (Leon bzw. Altea/Altea Kombi) machen ihn zudem zu einem Ecomotive-Modell, denn Seat verleiht diesen Titel nicht nur dem sparsamsten Diesel, sondern auch dem genügsamsten Benziner. Das Zugkraftangebot von 175 Nm ist zwischen 1550 und 4100 Touren abrufbar – auch in diesem Punkt ist der 1.2 TSI deutlich besser als der 1,6-Liter-Vierzylinder, den er ersetzt.

Beim Ibiza 1.2 TDI CR verrät das Kürzel hinter der Typbezeichnung, dass dieser Turbodiesel über ein Common-Rail-Einspritzsystem verfügt und damit der letzte Vertreter der Pumpe-Düse-Direkteinspritzung in dieser Baureihe seinen Arbeitsplatz verloren hat. Der Umstieg verbessert nicht nur die Geräuschkulisse in der Kabine, sondern auch die Verbrauchswerte: Beim sparsamsten aller Seat-TDI-Modelle, dem Ibiza Ecomotive, stehen nach der Umstellung nur noch 3,4 Liter je 100 Kilometer zu Buche, was bedeutet, dass der Kohlendioxidausstoß pro Kilometer auf 89 Gramm gesunken ist.

Davon profitiert nicht nur der SC, das zweitürige SportCoupé, sondern auch der Viertürer und die erst kürzlich vorgestellte Kombi-Variante, die den Namenszusatz ST trägt. Der Dreizylinder, der die neuen Bestwerte im Test nach EU-Norm realisiert, verfügt über eine Start/Stopp-Funktion und ein System zur Bremsenergierückgewinnung; beides fehlte dem ausrangierten 1.4 TDI. Außerdem wird dem Fahrer neuerdings angezeigt, ob ein Gangwechsel sinnvoll ist oder nicht. Befolgt er die Vorgaben, wird er problemlos im Verkehr mitschwimmen, aber selten überholen: Die Ecomotive-Modelle sind Sparbüchsen mit schwach entwickelten Sprinterqualitäten und daher nichts für ungeduldige Zeitgenossen.

Erhältlich ist der Ibiza 1.2 TDI Ecomotive ab 15 350 Euro; in diesem Fall steckt er in der 4,03 Meter langen SC-Karosserie. Zwei zusätzliche Türen, die den Fond leichter zugänglich machen, erhöhen den Einstiegspreis auf 16 050 Euro. Soviel kostet die 4,05-Meter-Limousine und noch einmal 750 Euro mehr der uneingeschränkt familientaugliche Kombi, dessen Gepäckabteil 430 Liter fasst, 140 mehr als das der Kurz-Ibiza.

Leon, Altea und Altea XL verfügen ebenfalls über eine Stopp-Start-Funktion und gewinnen die Bremsenergie zurück; beides zusammen rechtfertigt das Ecomotive-Siegel, meint Seat, obwohl auf spezielle aerodynamische Maßnahmen zur Luftwiderstandsreduzierung bei diesen drei Modellen verzichtet wurden. Für den Leon 1.2 TSI Ecomotive muss der Käufer mindestens 18 190 Euro anlegen. 4,31 Meter ist dieses Modell lang. Der Altea kostet 300 bzw.- von 4,28 auf 4,47 Meter verlängert – 1000 Euro mehr. In der Breite – 1,77 Meter – unterscheiden sich die drei Typen nicht, wohl aber in der Höhe 1,46 Meter sind es beim Leon, während die beiden Altea 1,58 Meter hoch aufragen.

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