Alles lief für die Eisernen – die Spielvereinigung Greuther Fürth maximal im Pech

Foto: © Hans-Peter Becker

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Torreiche Heimspiele des 1. FC Union waren bisher selten, abgesehen von der Partie gegen den FC St.Pauli am 3. Spieltag. Da endete das Spiel 4:1, zur Halbzeit stand es 2:0. Als der Schiedsrichter Daniel Schlager am 11.11. zur Halbzeit pfiff führten die Eisernen mit sage und schreibe 3:0. Das Spiel begann tragisch. Fürths Maximilian Wittek und Suleiman Abdullahi rasselten nach knapp zwei Spielminuten mit den Köpfen zusammen, während Abdullahi weiterspielen konnte, war für den Fürther das Spiel beendet. Fußball in der 2. Liga kann eine schmerzhafte Sache sein. Joshua Mees beförderte das Leder bereits in der 5. Spielminute über die Linie. Allerdings stand der Vorlagengeber Marcel Hartel sogar deutlich im Abseits. Der Assistent hat es nicht gesehen und einen Videobeweis gibt es in dieser Liga nicht, also zählte das Tor.

Bis zum nächsten Zusammenstoß vergingen fünf Minuten. Dieses Mal erwischte es Daniel Keita-Ruel. Während seine Platzwunde an der Seitenlinie behandelt wurde beförderte erneut Mees den Ball in das Tor. Es war ein Kopfball, die Vorlage kam vom Kapitän Christopher Trimmel. Seit der 8. Minute gab es im Block der Gäste eine Auseinandersetzung, zunächst mit dem Ordnungsdienst und dann rückte Polizei an. Eine Führung mit zwei Toren nach zehn Minuten, das hatten die Eisernen in der 2. Liga noch nie geschafft. Auf der Bank der Fürther waren sie entsprechend bedient.

Die Gäste kamen und hätten in der 16. und 18. Minute verkürzen können. Union blieb weiter eiskalt und in der 29. Minute landete ein abgefälschter Schuss von Sebastian Polter im Tor. Das Spiel war ein offener Schlagabtausch und die Eisernen ließen erstaunlich viele Torchancen zu. Die Fürther machen davon keinen Gebrauch. Bei Union war jeder Schuss ein Treffer. Der Ball lag in der 44. Minute erneut im Tor, die Anerkennung blieb wegen Abseits aus.

Das 4:0 fiel in der 56. Minute, nach Mees traf auch Polter doppelt. Das Spiel war damit durch. Die Fürther verstanden die Welt nicht mehr, sie waren keinesfalls vier Tore schlechter. Trotz des klaren Erfolgs gab es im Lager der Eisernen nachdenkliche Stimmen. Das Ergebnis ist eine Camouflage.

Taktik

Urs Fischer setzte bei Ballbesitz auf ein 4-2-3-1. Für den gelb gesperrten Grischa Prömel spielte Marcel Hartel zusammen mit Manuel Schmiedebach in defensiven Mittelfeld. Überraschend stand Akaki Gogia nicht im Kader. Auf seiner Position spielte Suleiman Abdullahi. Wie zuletzt in Regensburg nahm Sebastian Andersson zunächst auf der Bank Platz.

Gegen den Ball formierte sich das taktische System zu einem 4-4-2, Polter und Abdullahi sollten als erste den ballführenden Gegner attackieren. Die Fürther, die mit zwei Stürmern, Julian Green und Daniel Keita-Ruel, spielten, sorgten für Schwerstarbeit beim Verteidigen bis zum 4:0.

Fazit

Endlich wieder ein Sieg für den 1. FC Union Berlin. Das Ergebnis nehmen wir gern mit, das Spiel ist gründlich zu analysieren. Mit den gezeigten Abwehrschwächen wird es schwer, beim HSV zu bestehen. Das Ergebnis beschert den Berlinern Tabellenplatz drei, allerdings punktgleich mit dem FC St.Pauli. Das Spiel hatte einen kuriosen Beginn. Tragisch für die Gäste, dass sie bereits ab der 4. Minute auf ihren linken Außenverteidiger Maximilian Wittek verzichten mussten. Die linke Abwehrseite war eine Problemzone. David Raum, der Maximilian Wittek ersetzen musste ist kein gelernter Verteidiger. Das Fürther Eigengewächs ist mehr im Mittelfeld zu Hause. Er sah beim vierten Gegentreffer nicht gut aus.

In der Liga geht es mit dem 14. Spieltag erst in zwei Wochen weiter. Fürth empfängt am Freitag, 23.11. den 1.FC Magdeburg und zwei Tage später, Montagabend, 26.11. tritt der 1. FC Union beim Hamburger Sportverein an.

Spieldaten

1. FC Union Berlin
Tor: Rafal Gikiewicz Abwehr: Christopher Trimmel; Florian Hübner; Marvin Friedrich; Ken Reichel Mittelfeld: Manuel Schmiedebach; Marcel Hartel; Robert Zulj; Joshua Mees (ab 67. Simon Hedlund) Angriff: Suleiman Abdullahi (ab. 57. Kenny Redondo); Sebastian Polter (ab 76. Sebastian Andersson) 4-2-3-1/4-4-2 gegen den Ball
Trainer: Urs Fischer

SpVgg. Greuther Fürth
Tor: Sascha Burchert Abwehr: Maximilian Sauer; Richard Magyar (ab 59. Elias Abouchabaka); Mario Maloca; Maximilian Wittek (ab. 4. Min David Raum); Mittelfeld: David Atanga; Lukas Gugganing; Sebastian Ernst; Tobias Mohr Angriff: Julian Green (ab. 59. Maximilian Bauer); Daniel Keita-Ruel 4-4-1-1
Trainer Damir Buric

2. Bundesliga 13. Spieltag
11.11.2018 13:30 Uhr
Ergebnis: 4:0

Tore:
1:0 5. Min Joshua Mees
2:0 10. Min Joshua Mees
3:0 29. Min. Sebastian Polter
4:0 56. Min. Sebastian Polter

gelbe Karten
39. Min. Manuel Schmiedebach (1. FC Union Berlin)
45. Min Christopher Trimmel (1. FC Union Berlin)
83. Min. Maximilian Sauer

Zuschauer: 21.785 Stadion „An der Alten Försterei“

Schiedsrichter: Daniel Schlager, Nicolas Winter, Katrin Rafalski, Markus Häcker

Wetter: November-Wetter erst trübe, feucht und etwas neblig, etwas später sonnig (10 Grad Celsius)

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