Adler aus Mannheim überflügeln Eisbären in Berlin nur 2:0

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Petri Vehanen ist und bleibt Berlins Bester. © Foto: Joachim Lenz, 2014
Petri Vehanen heisst der geehrte Torwart und selbst wenn der finnischer Eishockeytorwart das Tor nicht hütet steht mit Mathias Niederberger ein Mann im Tor, der hält, was er verspricht. In ein paar Jahren wird Niederberger, wenn er denn bleibt, den erfahrenen Finnen verdrängen. Der Berühmte ist nicht nur in den besten europäischen Ligen ein gefragter Torsteher gewesen, der in diesem Jahr mit Lev Prag das Play-off-Finale der KHL erreichte, bevor er von der Moldau an die Spree wechselte, sondern auch als finnischer Nationaltorhüter ein gefeierter Mann.
Vehanen ist seit Wochen Berlins Bester, der sich keinen Wackler leistet. Die Abwehr der Eisbären hingegen schwankte und oft stand ein Adler allein vor Petri. Doch den Gästen aus Mannheim gelang nur ein Tor, das selbst Vehanden nicht verhindern konnte. Matthias Plachta traf völlig freistehend (25.) im zweiten Drittel. Gegen Glen Metropolit parierte der 1977 geborene Goalie perfekt (37.) Den zweiten Treffer des Abends erzielten Jonathan Rheault für die Adler 13 Sekunden vor Schluß, als Tomlinson zuvor seinen Schlußmann, der gegen Denis Reul (44.) und Andrew Joudrey (56.) zum „Petri geil“ wurde, zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm.
Nach 60 Minuten Eishockey stand neben Petri Vehanen als Erstbester, als Mann des Spiels, der im ersten Drittel schon meisterlich gegen Kai Hospelt (2.), Robert Raymond (9. sowie 12.) und Jon Rheault (20.) hielt, das Zweitbeste fest: Das Ergebnis. Nur 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) verloren die Eisbären vor 11 460 gegen die Adler. 
Die alle erschreckende Erkenntnis jedoch ist, dass die Eisbären nicht eine echte Chance herausspielen konnten und selbst dann, wenn sie in Überzahl agieren durften, die Spieler nicht einmal einen Schuß aufs Tor brachten. Die einzige erzählbare Situation vorm Tor von Dennis Endras, der wirklich wenig zu tun hatte, ereignete sich wenige Minuten vor dem Ende. André Rankel, der den Puck von Frank Hördler erhielt, knallte diesen an den Pfosten (54.). Die Eisbären befinden sich am Boden und auf Platz zehn der Tabelle.
Was ich noch zu sagen hätte: Beim Verlassen der Mehrzweckhalle am Berliner Ostbahnhof wurden Wackelkopf-Figuren, die Sven Felski ähneln sollen, verteilt. Der enthielt sich auf Nachfrage eines Kommentars zum Spiel und schüttelte auch nur den Kopf. Wie Weltmeister Vehanen. Demnächst vielleicht als Figur.
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